Dr. med. Marco Ramadani

Hypnotherapie / Medizinische Hypnose

WARTEZEIT: Aufgrund der aktuellen Auslastung unserer Praxis und des anstehenden Sommerurlaubs müssen neue Klienten leider mit einer Wartezeit von 3 bis 4 Wochen rechnen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Aktuell vergebe ich die Termine ab dem 21.08.2017.

Vorurteile

Was Hypnose nicht ist und was Hypnotherapie nicht kann

Obwohl Hypnose als Behandlungsform in der Medizin schon lange etabliert und wissenschaftlich anerkannt ist, halten sich interessanterweise einige Vorurteile, die ich hier entkräften möchte.

Mit Vorurteilen aufgeräumt

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Mit Vorurteilen aufgeräumt: was Hypnose nicht ist und was Hypnotherapie nicht kann!

Manche Menschen verbinden mit dem Thema "Hypnose" einige absolut falsche Vorurteile, die aufgrund falscher Darstellungen in den Medien oder Show-Vorstellungen von Discotheken- oder Bühnenhypnotiseuren entstanden sind. Die Angst, jemanden ausgeliefert zu sein oder die Kontrolle über sich zu verlieren, möchte ich Ihnen nehmen und hier die großen Vorurteile gegenüber der Hypnose entkräften:

1. Vorurteil: "Man ist doch bewusstlos und dem Hypnotiseur ausgeliefert"

Dieses Vorurteil rührt vielleicht von manchen Hollywood-Filmen her und spiegelt wahrscheinlich auch die völlig natürliche Angst eines jeden Menschen wider, jemandem ausgeliefert zu sein. Beide obige Aussagen sind aber vollkommen falsch. Denn erstens ist man in Hypnose nicht bewusstlos (mehr dazu weiter unten) und zweitens ist man dem Hypnotiseur nicht ausgeliefert. Vielmehr entscheidet der Hypnotisand (derjenige, der in Hypnose geht) immer selbst, ob er den Vorschlägen (Suggestionen) des Hypnotiseurs folgen möchte oder nicht. Ich erkläre meinen Patienten regelmäßig, dass es sie sind, die die Hypnose zulassen, falls sie das möchten. Man kann einen Menschen nicht gegen seinen Willen hypnotisieren.

2. Vorurteil: "Man kann in Hypnose manipuliert werden"

Hypnose hat mit Manipulation absolut gar nichts zu tun. Genau so wenig, wie man einen Menschen gegen seinen Willen hypnotisieren kann, kann man ihn auch nicht manipulieren. Der Hypnotiseur macht lediglich Vorschläge, mit was sich der Hypnotisand im Unterbewusstsein vielleicht beschäftigen könnte. Der Hypnotisand entscheidet selbst ob er diese Vorschläge annehmen möchte. Die Kunst des Hypnotiseurs besteht darin, dass er diese Vorschläge so gut in Worte verpackt, dass der Patient keine besondere Lust verspürt, die Vorschläge nicht anzunehmen. So kann es dem Patienten ermöglicht werden, sich auch mit Themen oder Problemen zu beschäftigen, die er im normalen Zustand vielleicht nicht unbedingt angehen würde. Da der Hypnotisand in der hypnotischen Trance aber über ein hohes Maß an Kreativität verfügt, kann er solche Blockaden neu betrachten und in ein anderes Licht rücken. Mit Manipulation hat das sicherlich nichts zu tun. Vielleicht können Sie sich einen Hypnotiseur eher als einen Moderator einer guten Talkshow vorstellen. Nur dass die Teilnehmer nicht auf Ihren Ansichten verharren würden, sondern gewillt wären, ein Thema möglichst sinnvoll und lösungsorientiert aufzuarbeiten.

3. Vorurteil: "In Hypnose ist man gelähmt"

Prinzipiell ist Entspannung für Hypnose nicht zwingend notwendig. Jeder Jogger kennt die Situationen, in denen er beim Joggen über das eine oder andere nachdenkt und das eigentliche Laufen fast unbewusst abläuft (wieder ein Beispiel dafür, dass Hypnose ein natürlicher Zustand ist). Allerdings ist es angenehmer und einfacher in einem entspannten Zustand in Hypnose zu gehen. Mit Lähmung hat das nichts zu tun. Man genießt einfach die körperliche Entspannung und hat weniger Lust, sich zu bewegen, weil diese Entspannung so angenehm ist.

4. Vorurteil: "In Hypnose kann man Probleme einfach so wegschnippen"

Das wünschen sich immer wieder Patienten, die zu mir kommen. "Herr Doktor, können Sie mir das wegmachen?" habe ich schon das eine oder andere Mal gehört. Aber Hypnose ist ein aktiver Prozess, an dem sich der Patient selbst intensiv beteiligt. Wenn er motiviert ist (dazu unten mehr), wird er auch großes Interesse daran haben, dass er den Lösungen seiner Probleme näher kommt. Durch die Fortschritte, die in den einzelnen Sitzungen erreicht werden, wird seine Motivation belohnt. Der Hypnotiseur ist ein Begleiter, der den Patienten auf dem Weg zur Wiedererlangung der Kontrolle über seine Selbstheilungskräfte begleitet. Für viele Menschen ist die Erkenntnis, dass Sie eigentlich alles in sich haben, um ihre seelischen Probleme zu lösen der eigentliche Durchbruch.

5. Vorurteil: "Intelligente Menschen kann man nicht hypnotisieren"

Die vermeintliche Intelligenz oder Willensstärke eines Menschen hat überhaupt nichts damit zu tun, ob jemand in Hypnose geht oder nicht. Die Frage ist eigentlich nur, ober er das möchte. Gegen seinen Willen (siehe oben) ist kein Mensch hypnotisierbar. Möchte ein Mensch aber, dass er in Hypnose vielleicht einen ganz besonders kreativen Zugang zu sich und seinen eventuellen Problemen finden kann, wird er auch gerne in Hypnose gehen wollen. Zumal er bereits allein das angenehme Gefühl der tiefen Entspannung schon sehr genießen wird. Meine Erfahrung zeigt mir, dass gerade besonders intelligente oder willensstarke Patienten Hypnose und den besonderen Zugang zu ihrem Innenleben sehr schätzen.

6. Vorurteil: "Hypnose ist etwas Mystisches, Hypnotiseure haben einen starren Blick und eine beschwörende Stimme"

Auch dieses Vorurteil ist völlig falsch. Zwar sind sich Wissenschaftler noch nicht ganz darüber einig, was denn Hypnose nun genau ist, aber sie sind sich vollkommen darüber einig, dass es sicher nichts Mystisches ist. Wie weiter oben ja bereits erwähnt, ist Hypnose ein natürlicher Zustand. In der Therapie nutzen wir diesen Zustand eben nur ganz bewusst, um dem Patienten Veränderungen zu ermöglichen, die ihm sonst vielleicht verwehrt blieben. Und mit einem starren Blick und einer beschwörenden Stimme fängt man in der Klinischen Hypnotherapie überhaupt nichts an. Hier sind neben dem aufrichtigen Umgang mit dem Patienten vor allem dessen Vertrauen zum Therapeuten (in der Hypnose nennen wir das Rapport) sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Therapeuten entscheidend. Nur wenn es dieser schafft, sich individuell dem Patienten sowie dessen Probleme und Ziele anzunehmen, kann eine medizinische Hypnotherapie Erfolg haben.

Bin ich unter Hypnose oder nach der Hypnose ein anderer Mensch?

Diese Frage wird mir gelegentlich von meinen Patienten gestellt. Vielleicht weil ein Teil meiner Patienten sich gerade dies wünscht und vielleicht weil ein anderer Teil meiner Patienten genau davor Angst hat. Egal zu welcher Gruppe Sie gehören - ich möchte Sie beruhigen: Sie werden genau die Veränderungen an sich feststellen, die Sie sich von sich aus wünschen oder die Sie von sich aus zulassen möchten. Und nichts anderes wird passieren. Wenn Sie die vorherigen Abschnitte aufmerksam gelesen haben, wissen Sie schon jetzt, dass man während der Hypnose nichts bewirken kann, was derjenige, der in Hypnose geht (der Hypnotisand), nicht auch will. Wenn Sie also zu mir mit dem absoluten Willen kommen, etwas Grundlegendes an Ihrem Leben zu ändern, dann besteht berechtigte Hoffnung, dass sich etwas Grundlegendes an Ihrem Leben ändert. Wenn Sie zu mir mit dem Wunsch kommen, etwas Klarheit über sich und Ihrem Lebensweg zu erfahren, besteht große Hoffnung, dass Sie genau das erreichen. Aus meiner Erfahrung kann ich Ihnen berichten, dass es mit nahezu 100%-iger Wahrscheinlichkeit nicht Ihr Wesen sein wird, das sich ändert. Vielmehr kann sich Ihre Einstellung zu gewissen Dingen oder Problemen ändern. Dies sehe ich in der Tat recht häufig. Für manche Menschen (vielleicht aus dem Umfeld meiner Patienten) mag das dann so wirken, als habe man einen neuen Menschen vor sich, aber das ist nicht der Fall - lediglich das Verhalten des Menschen, der sich in Hypnose klar über seine Ziele geworden ist, hat sich geändert.

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