Doc Ramadanis Energiebrief-Newsletter Nr. 11 (vom 08.09.2011)
Doc Ramadani's Energiebrief wird ausschließlich an Menschen verschickt, die ihn angefordert haben. Ich nehme die Privatsphäre von Internetnutzern sehr ernst und verschicke meinen Newsletter nur an Menschen, die diesen wirklich erhalten möchten. Wenn Du den Newsletter nicht mehr erhalten möchtest, kannst Du Dich ganz einfach abmelden. Einen Hinweis und den entsprechenden Link dazu findest Du am Ende dieses Energiebriefes.

Verantwortlich für Doc Ramadani's Energiebrief ist:
Dr. med. Marco Ramadani
Brumersweg 10
89233 Neu-Ulm
Telefon 0731-9458302
Telefax 0731-7047669
http://www.dr-ramadani.de
ramadani@dr-ramadani.de

Für wen ist Doc Ramadani's Energiebrief:

  • für Menschen, die sich für die Themen Hypnose, Hypnotherapie, Persönlichkeitsentwicklung und Lebensenergie interessieren
  • für Menschen, die lernen möchten, wie sie in ihrem Leben möglichst optimal zurecht kommen
  • für Menschen, die mehr über die Spezies Menschen und deren Verhaltensweisen erfahren möchten
  • für Menschen, die sich ab und an einmal von einer Portion kostenloser Energie aus dem Internet inspirieren lassen möchten


Was Ihr in diesem Energiebrief findet ..
    1.   Hallo liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde, ...
    2.   Podcast 025: Leicht in Trance - Abnehmen mit Hypnose
    3.   Jetzt wird's witzig
    4.   Meine Praxis mit neuem Gesicht im Internet
    5.   Wenn Dich der Partner schafft, dann ist es Partnerschaft.
    6.   Manche Versäumnisse kann man vermeiden
    7.   Google+ zieht seine Kreise
    8.   Etwas ganz Besonderes für Hypnotherapeuten
    9.   Der arme Tropf und das große Glück
    10.   Bis zum nächsten Newsletter

1. Hallo liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freunde, ...
Habt Ihr mal wieder Lust auf positive Nachrichten, die eine oder andere interessante Geschichte und auf etwas zum Lachen und Schmunzeln? - Dann seid Ihr bei meinem Energiebrief-Newsletter genau richtig. Diesmal ist wieder einiges zusammengekommen. Also, nehmt Euch ruhig etwas Zeit.

Und so wünsche ich Euch auch diesmal viel Spass mit diesem Newsletter,
Euer Doc Ramadani
 
2. Podcast 025: Leicht in Trance - Abnehmen mit Hypnose
In diesem Podcast unterhalte ich mich mit Elke Plato aus Ravensburg, die in Ihrer Praxis regelmäßig Menschen dabei hilft, alte Verhaltensmuster mit Hypnose so zu wandeln, dass die Menschen Ihren Zielen näher kommen und diese auch erreichen – und das oft schneller und leichter als erwartet (vielleicht manchmal sogar befürchtet). Im Gespräch erfährt man vieles darüber, wie sowas geht und was dafür notwendig ist. Für Abnehm- und Entwöhnwillige gibt es auch jede Menge Tipps und Tricks für die Vorbereitung. Vielleicht bekommst ja auch Du Lust, etwas an einem ungeliebten Verhaltensmuster zu ändern.

Und hier geht's direkt zu Podcast Nr. 26:
Podcast 025: Leicht in Trance - Abnehmen mit Hypnose
 
3. Jetzt wird's witzig
Früher konnte ich mir keine Witze merken. Ich habe Menschen, die einen ganzen Abend durch das Erzählen von Witzen füllen konnten, immer bewundert. Aber mein Gehirn wollte diese erheiternden Kurzgeschichten einfach nicht behalten wollen. Bis … eines Tages … ein Seminar bei einem meiner Mentoren, Bernhard Trenkle aus Rottweil … ein einziger Satz hat einen Schalter in meinem Gehirn umgelegt: “Witze sind nicht nur Witze – Witze sind psychotherapeutische Interventionsangebote!”. Komischerweise kann ich mir seit diesem Seminar unheimlich viele Witze merken. Menschen, die mich in meiner Praxis besuchen, kennen das.

Und weil mich seit diesem Seminar Witze tagtäglich begleiten, habe ich mich dazu entschlossen, Witze zu sammeln und dafür extra eine eigene Internetseite ins Leben gerufen: “Doc Ramadani’s Witzesammlung“. Auf dieser Seite sammle ich Witze und Kurzgeschichten, die ich für besonders unterhaltsam und amüsant halte. Auf Facebook findet man sämtliche Witze (und natürlich vieles mehr) auf Doc Ramadani’s Facebook-Seite.

Und natürlich darf mir jeder gerne seinen Lieblingswitz per eMail an ramadani@dr-ramadani.de senden.

Und hier geht's zu Doc Ramadani's Witzesammlung
 
4. Meine Praxis mit neuem Gesicht im Internet
In den letzten Wochen habe ich einige Zeit darauf verwendet, meiner Praxis einen neuen Auftritt im Internet zu schaffen. Nachdem in den letzten 3 Jahren so viele Beiträge, Hinweise und Downloads hinzugekommen waren, war eine Umstrukturierung notwendig, damit die Besucher auch alle notwendigen Informationen schnell und zuverlässig finden können.

Realisiert wurde die neue Internetwelt meiner Praxis zusammen mit dem Ulmer Webdesigner und Webdeveloper Thomas Flad, auf dessen Ideen das Layout und die Benutzerführung der Homepage maßgeblich beruhen und dem ich hiermit für die tolle Arbeit danken möchte.

Und hier könnt Ihr einen Blick auf die neue Homepage werfen
 
5. Wenn Dich der Partner schafft, dann ist es Partnerschaft.
Vielleicht könnt Ihr Euch ja noch an meinen Kollegen aus Podcast Nr. 21 ”Magische Kommunikation: mit Witz, Charme und Wohlwollen” mit meinem lieben Kollegen Hans-Ulrich Schachtner erinnern? – Ulli ist jedoch nicht nur in seiner Praxis therapeutisch tätig. Zusammen mit seiner Partnerin Elisabeth Eberhard hat er jahrelange mit dem Kabarett-Programm “Wenn Dich der Partner schafft, dann ist es Partnerschaft.” Paare zum Lachen gebracht – über die Alltäglichkeiten im Leben eines Paares und dem damit verbundenen Stress-Potential. Das ganze mit viel Humor und Augenzwinkern. Ich kann nur mutmaßen, wie vielen Paaren die beiden Paartherapeuten auf diese Art und Weise dabei geholfen haben, einen respektvolleren, wertschätzenderen und wahrscheinlich auch humorvolleren Umgang miteinander zu finden.

Allen Paaren, die nicht das Vergnügen hatten, die beiden live sehen zu können, kann jetzt geholfen werden. Endlich gibt es das komplett auf einer DVD. Einen kleinen Vorgeschmack liefert das Youtube-Video in meinem Blog-Beitrag:

Zum Blog-Beitrag "Wenn Dich der Partner schafft, dann ist es Partnerschaft."
 
6. Manche Versäumnisse kann man vermeiden
Was bedauerst Du in Deinem Leben am meisten? – Diese Frage stellte ein Filmteam 50 Passanten in der irischen Provinzhauptstadt Galway. Die Antworten, der mit einer Frage aus dem Alltag geweckten Passanten, sind überraschend, berührend und bewegend.

Was wir daraus lernen können und wie Du selbst etwas dafür tun kannst, Versäumnisse zu vermeiden, kann Dir ein kleines Experiment verdeutlichen:

Zum Blog-Beitrag "Manche Versäumnisse kann man vermeiden"
 
7. Google+ zieht seine Kreise
Mittlerweile ist es in vieler Munde: mit Google+ soll Googles Antwort auf Facebook werden. Zwischenzeitlich läuft Google+ im Testbetrieb und einige User haben bereits Zugang zu dieser Plattform. Vielleicht liegt es daran, dass ich so fleissig Blog-Beiträge schreibe, dass ich auch zu den Personen gehöre, die Google+ schon jetzt ausprobieren können.


Google+ zieht seine Kreise
Seit einigen Tagen habe ich nun mein Profil bei Google+ aktiviert und mich bereits mit einigen Kollegen und Bekannten verbunden. Wie bei Google üblich, ist die optische Gestaltung recht einfach gehalten. Ansonsten bietet Google+ nahezu genau die gleichen Möglichkeiten, die Facebook auch bietet. Man findet sich sehr schnell in seinem Profil zurecht. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich jedoch bei der Verwaltung von Kontakten. Hier bietet Google+ die Möglichkeit, Kontakte in so genannten “Circles” zu organisieren. Diese Circles sind eine Art Kontaktegruppe. Man kann beispielsweise neben einem Circle “Familie” einen Circle “professionelle Kontakte” anlegen. Bei jedem Beitrag den man schreibt, kann man dann entscheiden, welche der angelegten Kreise diesen sehen kann. Auch für gepustete Fotos oder Videos gibt es diese Möglichkeit. Man läuft also nicht Gefahr, seine professionelle Partner und Bekannte, mit den Fotos vom letzten Kindergeburtstag des Sprösslings zu nerven.

Auf den ersten Blick macht Google+ einen guten Eindruck. Es wirkt übersichtlicher und ist noch nicht – und das bleibt hoffentlich so – mit Poesiealben-Spielchen, wie Glücksnüssen, Busse-Bärchen und sonstigem Schnick-Schnack, überladen. Informationen stehen mehr im Vordergrund. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade im professionellen Bereich Google+ viel Anklang finden wird. Durch den Google +1-Button hat Google schon dafür gesorgt, dass Surfer ihren Kontakten mitteilen können, was ihnen so unter die Maus kommt.

Ich jedenfalls werde Google+ weiterverfolgen. Wer sich den Service jetzt auch schon einmal anschauen möchte, kann sich gerne per eMail an ramadani@dr-ramadani.de bei mir melden, da ich noch einige Einladungen zu Google+ zu verschenken habe.

Und hier könnt Ihr Euch mein Profil bei Google+ ansehen
 
8. Etwas ganz Besonderes für Hypnotherapeuten
Meinen Freund Hans-Ulrich Schachtner habt Ihr ja bereits in Podcast Nr. 21: „Magische Kommunikation: mit Witz, Charme und Wohlwollen” und in meinem Blog-Beitrag „Wenn Dich der Partner schafft, dann ist es Partnerschaft” kennen gelernt. Um so eine charmante Reife zu entwickeln braucht es natürlich Übung, und zugleich geeignete Lehrer. In Milton H. Erickson, einem Meister der modernen Hypnotherapie, hatte Ulli eben einen von diesen geeigneten Lehrer.

In der Zeit, in der der Hans-Ulrich Schachtner über einige Jahre hinweg Milton Erickson in seinem Haus in Phoenix besuchte, filmte er den Unterricht, die er und einige weitere Erickson-Fans genießen durften und hielt damit fest, welches Verständnis von Hypnotherapie Milton Erickson in den letzten Jahren seines Lebens hatte und wie er sein Wissen an seine Schüler weitergab. Ein einmaliges Zeitdokument, dass Ulli nun als DVD-Set zu Verfügung stellt.

Ein Youtube-Video und alle Informationen, wie Ihr an dieses DVD-Set kommt, erfahrt Ihr in diesem Blog-Beitrag:
Den Meister der indirekten Hypnotherapie ungefiltert erleben
 
9. Der arme Tropf und das große Glück
Der arme Tropf ist wirklich ein armer Kerl – er hat nichts und niemanden. Tagein, tagaus ist er auf der Suche nach dem großen Glück. Und so geht er durch sein Leben und fragt alle Menschen, denen er begegnet, wie man wohl das große Glück findet. Doch keiner kann ihm eine Antwort geben. Nachdem er wirklich alle und jeden gefragt hat, sagt er sich: “Wenn Schmidtchen mir nicht weiterhelfen kann, dann gehe ich eben zu Schmidt!”. Und so macht er sich auf den Weg zum Chef – dem lieben Gott. Und da der arme Tropf keine Ahnung hat, wo dieser zu finden ist, geht er einfach mal so drauf los, immer der Nase nach. Und so geht er seines Weges, durch Täler, weite Landschaften, über Berge und Hügel.

Nach einiger Zeit erreicht er eine dürre Ebene, die in eine Wüste mündet. Dort begegnet ihm ein völlig ausgehungerter und abgemagerter Wolf, der ihn mit großen Augen anschaut und ihn fragt: “Hey, sag mal, wer bist denn Du? Und was machst Du hier?”. “Ich bin der arme Tropf.” antwortet der arme Tropf wahrheitsgemäß. “Ich bin auf dem Weg zum lieben Gott.” Ziemlich erstaunt über die Antwort, fragt ihn der Wolf, was er denn von dem wolle und der arme Tropf beginnt zu erzählen, wie mühevoll und freudlos sein Leben sein. In epischer Breite erzählt er, was ihm so alles passiert ist und wie lange er schon das große Glück sucht. Angesichts der deprimierenden Geschichte des armen Tropfs, scheint der abgemagerte Wolf noch weiter in sich zusammen zu fallen und meint schließlich: “Du armer Tropf, also wenn ich mir das so alles anhöre, dann … na ja, wenn es einer verdient hat, den lieben Gott zu treffen und endlich das große Glück zu finden, dann sicherlich Du. Ich drücke Dir auf jeden Fall alle meine vier Pfoten. Und, sag mal, wenn Du ihn triffst, könntest Du vielleicht auch für mich beim ihm vorsprechen? Denn, schau mich an, ich bin ganz abgemagert und hier gibt es weit und breit nichts zu fressen. Ich bin nur noch Haut und Knochen.” Der arme Tropf willigt ein: “Natürlich, kein Problem. Wenn ich den lieben Gott treffe, dann will ich gerne auch um einen Rat für Dich bitten.” Und so verabschieden sich die beiden und der arme Tropf geht weiter seines Weges.

Unser Glücksuchender geht einfach weiter der Nase nach. Durch Wälder und Buschlandschaften, entlang dem Bett breiter Flüsse und durch üppige Wiesen. Nach drei Tagen kommt er an einem Hügel vorbei, auf dem ein herrschaftliches Haus steht, umgeben von großzügigen Ländereien und mit einem großen, prachtvollem Garten. Vor dem Haus sitzt eine wunderschöne, junge Frau. Sie winkt ihm zu – schließlich verirrt sich nur selten jemand in diese einsame Gegend. Sie ist richtig erfreut, den armen Tropf zu sehen und als er vor ihr steht, fragt sie ihn, wer er denn sei und was er hier wolle. Der Unglücksrabe antwortet wieder, dass er der arme Tropf und auf dem Weg zum lieben Gott sei. Auf die Frage, was er denn vom lieben Gott wolle, beginnt der arme Tropf wieder zu erzählen, dass sein Leben eine Aneinanderreihung von Unglücken und Missgeschicken sei und dass er schon so lange das große Glück suche. Und wie er so erzählt und erzählt, wird der Blick der wunderschönen, jungen Frau immer mitfühlender und mitleidvoller. Schließlich sagt sie: “Ach, Du armer Tropf, meine Güte, wie hast Du nur so lange bei all dem Unglück durchgehalten. Das ist ja kaum zu ertragen. Also, wenn es jemand verdient hat, den lieben Gott zu treffen und das große Glück zu finden, dann Du! Ich drücke Dir auf jeden Fall ganz fest die Daumen. Und … sag mal, wenn Du den lieben Gott dann triffst, würde es Dir etwas ausmachen, auch einmal für mich zu fragen? Schau mich an, ich bin eine junge Frau und lebe ganz allein in diesem großen Haus mit all den Ländereien und dem großen Garten. Das alles haben mir meine Eltern vererbt, die, Gott hab’ sie selig, schon verstorben sind. Ich schaffe es gar nicht, das alles zu bewirtschaften und manchmal, manchmal bin ich ein wenig einsam.” Der arme arme Tropf willigt gerne ein: “Natürlich kann ich auch für Dich beim lieben Gott vorsprechen und um einen Rat für Dich bitten.” Sie strahlt ihn mit ihrem wunderschönen Lächeln an und sie verabschieden sich. Mit einem Glänzen in den Augen winkt sie ihm nach.

Und so geht unser Unglücksritter weiter seines Weges – immer der Nase nach. Er kommt vorbei an großen Kornfeldern, durchwandert felsige Schluchten, geht auf üppigen Hochebenen und schließlich, nach drei weiteren Tagen erreicht er ein Moor. Inmitten dieses Moores liegt ein Teich. Und mitten in diesem Teich steht eine Eiche. Sie ist groß gewachsen und hat dicke Äste, aber sie ist total verdorrt – kein Blatt hängt mehr an ihren Ästen und Zweigen, die Rinde ist knochentrocken. Und dennoch, die Eiche kann sprechen und fragt unseren Glücksuchenden: “Hallo, Du da, am Ufer des Teiches, wer bist Du? Und, vor allem, was machst Du hier draußen?” Nicht einmal besonders verwundert antwortet unser armer Tropf und beginnt sofort wieder davon zu erzählen, was der Grund für seine Reise ist und dass er auf dem Weg zum lieben Gott sei und hoffe, endlich das große Glück zu finden. Er berichtet in allen Einzelheiten über all die Mühsale seines Lebens und all das Unglück, dass sich in genau diesem zu seinen Ungunsten zu konzentrieren scheine. Je länger der arme Tropf erzählt, desto mehr scheint die Eiche die Äste hängen zu lassen. Schließlich unterbricht die Eiche unseren armen Tropf und sagt: “Ach, Du armer Tropf, meine Güte, das ist ja alles tragisch. Also, wenn es wohl jemand verdient hat, den lieben Gott zu treffen und endlich das große Glück zu finden, dann Du! Also, ich drücke Dir wirklich alle Äste, dass es klappt. Für Dich würde es mich richtig freuen. Aber, sag mal, wenn Du den lieben Gott triffst, würdest Du dann auch für mich nachfragen? Schau mich an, ich bin eine stattliche, kräftige Eiche und stehe mitten in diesem großen Teich, aber kein Wasser kommt an meine Wurzeln – ich bin schon total ausgedorrt!” Bereitwillig sagt der arme Tropf zu und die beiden verabschieden sich. Die Eiche winkt dem armen Tropf noch mit ihren trockenen Ästen hinterher.

Und so geht der Held dieser Geschichte weiter seiner Nase nach – immer auf dem Weg zum lieben Gott. Und in der Tat, nach drei weiteren Tagen trifft er ihn. Der liebe Gott schaut ihn an und fragt: “Hey, Du da, wer bist denn Du?” “Ach komm, tu nicht so … !” “Okay, okay, aber was führt Dich zu mir, armer Tropf?” Der arme Tropf beginnt wieder aus seinem Leben zu erzählen und klagt dem lieben Gott sein Leid. Er nutzt die Chance und lässt nichts aus. All das Unglück, das ihm anhaftet, benennt er. Der liebe Gott hört ihm aufmerksam zu. Schließlich ergreift der liebe Gott das Wort und sagt: “Ich sehe schon, Dir muss geholfen werden. Ich weiss was Dir hilft.” “Du weisst, was mir hilft, endlich das große Glück zu finden?” “Ja, es ist ganz einfach: geh’ genau den selben Weg zurück und Du wirst garantiert das große Glück finden!” Etwas ungläubig fragt der arme Tropf nochmals nach: “Wie? Ich soll genau den selben Weg zurück gehen und ich werde garantiert das große Glück finden?” “Ja, geh’ genau den selben Weg zurück und Du wirst garantiert das große Glück finden.” Der arme Tropf kann es kaum fassen. Nach all den Jahren soll es nun also soweit sein. Er wird endlich das große Glück finden. Er spürt die Zuversicht in sich aufsteigen. Er merkt richtig, wie er sich aufrichtet und sich dieses gute, positive Gefühl in ihm ausbreitet. Er kann es nun kaum erwarten, seinen Rückweg anzutreten, um endlich das große Glück zu finden. Doch bevor er sich letztlich auf den Weg macht, erinnert er sich an seine drei Bekannten, die ihm auf seinem Weg begegnet sind. Und er erinnert sich auch daran, dass er versprochen hat, auch für seine drei Bekannten beim lieben Gott vorzusprechen. Und so fragt er: “Lieber Gott, ich habe auf meinem Weg drei Bekannte getroffen, die haben mich gebeten, Dich auch für sie um Rat zu bitten. Hättest Du da auch einen Tipp?” “Klar, schieß los!” Und so berichtet der arme Tropf, was ihm seine drei Bekannten erzählt haben und erhält für jeden von Ihnen einen Ratschlag. So ausgerüstet macht sich der arme Tropf auf den Rückweg – voller Zuversicht und voller Elan macht er sich auf, endlich das große Glück zu finden. Und so geht er … genau den selben Weg zurück, wie es ihm der liebe Gott geraten hat.

Nach drei Tagen erreicht er wieder das Moorgebiet. Die Eiche sieht ihn schon von weitem und beginnt mit ihren Ästen zu winken. Als der arme Tropf das Ufer des Teichs erreicht, fragt die Eiche ihn erwartungsvoll: “Und? Wie war es? Hast Du den lieben Gott getroffen?” “Ja, habe ich. Und es ist einfach toll … der liebe Gott hat mir verraten, was ich tun muss, damit ich endlich das große Glück finde. Ich kann es kaum erwarten. Endlich, nach dieser langen Zeit. Ich bin total aufgeregt.” “Ja, was hat er denn gesagt?” “Ich soll einfach genau den selben Weg zurück laufen und ich werde garantiert das große Glück finden.” “Mensch, armer Tropf, das freut mich ja riesig für Dich. Und weißt Du was? Du hast es wirklich verdient. Da traue ich mich ja kaum zu fragen, ob Du Dich angesichts all der Vorfreude daran erinnert hast, auch für mich zu fragen.” “Klar habe ich mich daran erinnert.” “Und was hat der Chef gemeint?” “Hör zu! Der liebe Gott hat mir gesagt, dass ich Dir folgendes sagen soll: vor einigen Jahren wurden zwei große Truhen voll mit Gold und Edelsteinen in diesem Teich versenkt und diese beide schweren Schatztruhen drücken Dir die Wurzeln ab. Das ist aber kein Problem, denn es wird ein Mann vorbeikommen und die beiden Schatztruhen heben und mitnehmen. Dann werden Deine Wurzeln wieder mit Wasser versorgt und Du wirst wieder ergrünen. Sicherlich ist es bald soweit. Und ich gehe jetzt auch weiter meines Weges, denn ich will auch möglichst schnell das große Glück finden. Also,mach’s gut!” Und so verabschieden sich die beiden und der arme Tropf geht weiter seines Weges – genau den selben Weg zurück.

Und so geht der arme Tropf weiter und nach drei Tagen kommt er wieder an den Hügel vorbei, auf dem die wunderschöne, junge Frau vor ihrem herrschaftlichen Haus mit den großen Ländereien und dem prachtvollen Garten wartet. Sie sieht den zuversichtlich marschierenden Wandersmann und erkennt den armen Tropf gleich wieder. Sie freut sich über das Wiedersehen und winkt dem armen Tropf freudig zu. Als er schließlich vor ihr steht, fragt sie neugierig: “Und, wie war es? Hast Du den lieben Gott getroffen?” “Na klar, netter Kerl, und er hat mir auch gleich gesagt, wie ich das große Glück finde. Ich bin schon ganz aufgeregt und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie sich mir das große Glück zeigt. Der liebe Gott hat mir nämlich gesagt, dass ich einfach genau den selben Weg zurück gehen soll und ich werde garantiert das große Glück finden.” Die wunderschöne, junge ist voller Mitfreude: “Mensch, Du armer Tropf, das freut mich ja wirklich für Dich, dass Du endlich das große Glück finden wirst. Du hast es wirklich verdient. Ja, ehrlich, Du hast es wirklich verdient. Und … na ja, ich wage es ja fast nicht zu fragen … angesichts der Aufregung, hast Du doch sicherlich vergessen, den lieben Gott auch um einen Ratschlag für mich zu bitten, oder?” “Weit gefehlt, wie könnte ich Dich vergessen, eine so wunderschöne, junge Frau. Natürlich habe ich auch für Dich nachgefragt.” “Und? Was hat der liebe Gott gesagt?” “Der liebe Gott hat mir gesagt, ich soll Dir sagen, dass Du nur zu warten brauchst. Bald kommt ein Mann vorbei, der zwei schwere Truhen voller Gold und Edelsteine mitbringt. Der wird sich in Dich verlieben und Ihr werdet bis zu Eurem Lebensende zusammen glücklich und zufrieden in diesem herrschaftlichen Haus leben. Also, sei neugierig, wann sich Dir das große Glück zeigt. Ich mach mich auch gleich weiter auf den Weg, ich kann es nämlich gar nicht mehr erwarten, endlich auch erfahren, wo ich das große Glück letztlich finde.” Und so verabschieden sich die beiden und die wunderschöne, junge Frau winkt dem armen Tropf versonnen hinterher.

Nach weiteren drei Tagen nähert sich der arme Tropf wieder der Wüste, am Rande derer er dem abgemagerten Wolf begegnet ist. Der Wolf traut seinen Augen kaum und denkt sich innerlich: “Sag mal, das ist doch der arme Tropf? Den hätte ich ja nicht erwartet!” Als der Glücksuchende näher kommt, fragt der Wolf den armen Tropf: “Und, hast Du den Chef getroffen?” “Ja, es war toll, er hat mir gesagt, dass ich einfach nur den selben Weg zurück gehen soll und ich werde das große Glück finden.” “Schön, freut mich für Dich. Und hast Du ihn auch wegen mir gefragt? Wie Du siehst, hat sich mein Ernährungszustand noch nicht gebessert.” “Natürlich habe ich ihn gefragt. Und jetzt pass’ auf. Der liebe Gott hat mir gesagt, ich soll Dir sagen: Kein Problem, nur ein wenig Geduld, dann kommt ein armer Trottel vorbei, der sein Glück nie finden wird, den kannst Du gerne fressen.”

(Diese Geschichte habe ich erstmals in einem Seminar über Humor und Provokation in der Therapie bei meinem Schweizer Kollegen Dr. Peter Hain gehört.)
 
10. Bis zum nächsten Newsletter
So, soviel für heute, ich wünsche Euch viel Energie und verbleibe bis zum nächsten Newsletter,

Tschüss, Ciao und Bye-Bye,
Euer Doc Ramadani