Gelesen: Dazu fällt mir eine Geschichte ein – Bernhard Trenkle

Bernhard Trenkle hat mit „Dazu fällt mir eine Geschichte ein” sein neues Buch veröffentlicht. Ich habe es gelesen und finde es großartig:

Bernhard Trenkle, Grandseigneur der Milton Erickson Gesellschaft in Deutschland und Urgestein der psychotherapeutischen Landschaft in Deutschland, hat mit seinem neuen Buch „Dazu fällt mir eine Geschichte ein“ ein Buch geschrieben, das es wie kaum ein anderes Buch zuvor schafft, dem Leser den Nutzen und die Anwendbarkeit von Geschichten, Anekdoten und Schwänken in Therapie, Beratung und Coaching näher zu bringen. Und das wie häufig bei Büchern von Bernhard Trenkle: humorvoll, charmant und immer wieder mit einem Augenzwinkern.

Ohne viel theoretische Erklärungen und ohne Erläuterung möglicher Techniken zum Erfinden von Geschichten (das kann man an anderer Stelle sehr gut nachlesen), erklärt Bernhard Trenkle dem Leser einige einfache Regeln, die Geschichten – nach seiner langjährigen Erfahrungen – besonders wirksam machen und was man beim Erzählen beachten sollte. So besagt z.B. die „Fleischerregel“, dass Geschichten „gut abgehangen“ sein und damit zeitlich eher weit zurück liegen sollten. An anderer Stelle weist er darauf hin, dass man gerade beim Einsatz persönlicher Erfahrungen und Geschichten einige Dinge beachten sollte. Ganz pragmatisch erläutert Trenkle hier, auf was es nach seiner Meinung ankommt.

Schon wenige Seiten später eröffnet sich dem Erzählwilligen ein wahrer Schatz. Bernhard Trenkle erzählt entlang vieler interessanter, teilweise typischer, teilweise ungewöhnlicher Therapieschilderungen seine besten Geschichten und verrät dabei, welche Geschichten er für welche Fragestellungen auswählt. Eine wahre Fundgrube. Schon beim Lesen fühlt man sich geradezu in die Therapiesitzungen von Bernhard Trenkle hineinversetzt. Von besonderem Vorteil ist es da natürlich, wenn man den Autor schon bei seinen fast „berühmt berüchtigten“ Workshops erlebt hat – dann kann man sich gleich die entsprechende Stimme mental einspielen, wodurch die Geschichten scheinbar noch mehr Kraft bekommen.

Häufig bin ich beim Lesen in Gedanken schon dabei gewesen, dem einen oder anderen Klienten eine der Geschichten zu erzählen – oft wurde ich auch an eigene Herausforderungen erinnert. Die Fallschilderungen sind absolut hilfreich und thematisch sortiert, so dass man wirklich bei Gelegenheit vielleicht einfach mal nachsehen kann, ob sich da eine Geschichte für die Praxis findet. Die Geschichten sind spannend, lehrreich und sind meist ganz deutlich zielorientiert und bereiten damit vielleicht sanft den Weg für Veränderung.

Mit „Dazu fällt mir eine Geschichte ein“ hat Bernhard Trenkle ein absolut hilfreiches Buch geschrieben, dass ich Therapeuten jeglicher Ausrichtung, Beratern, Coaches und allen Interessierten wirklich empfehlen kann. Therapeutischen Neulingen möchte ich es besonders ans Herz legen, denn in all den Jahren meiner Arbeit habe auch ich erkennen dürfen, dass Geschichten einem oft von „therapeutischen Fingerhakeln“ weg und dafür hin zu einem respektvollen Schulterschluss mit dem Ratsuchenden helfen können. Ganz nebenbei kann ich allen möglichen Lesern ein absolutes Lesevergnügen in Aussicht stellen.

Vielleicht passiert es auch Ihnen bald, dass Sie gesagt bekommen: „Die Geschichte von diesem Mann, die Sie mir erzählt haben, ging mir nicht mehr aus dem Kopf!“

Viel Spass beim Geschichten einfallen lassen,
Doc Ramadani


Gelesen: Willenskraft – Warum Talent gnadenlos überschätzt wird – Christian Bischoff

Da beschäftige ich mich jeden Tag damit, Menschen dabei zu helfen, Ihre unbewussten Stärken wieder zu erkennen und diese unwillkürlich im Alltag wieder spüren zu können … und da höre ich im Radio ein Interview mit Christian Bischoff, der sagt, dass man mit seinem Willen mehr erreichen könne, als man sich bewusst sei. Und er würde das in seinem Buch erläutern. Das hat mich sehr neugierig gemacht und ich habe das Buch:

bereits vor einigen Wochen gelesen. Die Äußerung, „dass man mit seinem Willen mehr erreichen könne, als man sich bewusst sei“, hat mich vor allem deswegen sehr neugierig gemacht, da ich es in meiner tagtäglichen Arbeit ja gerade erlebe, dass sich Menschen eine Änderung in ihrem Leben wünschen und schon so vieles probiert haben, um dieses Ziel zu erreichen, aber es einfach nicht gelingen mag. Ich erlebe es immer wieder so, dass es keinerlei Zweifel am Willen zur Veränderung gibt. Und zugleich: es scheint nicht so einfach zu sein. Und jetzt behauptet da wieder jemand, dass man es nur richtig wollen müsse und dann würde es schon klappen.

Na ja, dem aufmerksamen Leser meiner Rezension könnte es schon aufgefallen sein, dass ich dem Buch schon ein wenig ambivalent begegnet bin. Und … ich wurde äußerst positiv überrascht. Mit ganz eigenen Metaphern und Begriffen schafft es Christian Bischoff, uns seine eigenen Erkenntnisse näher zu bringen. Bei vielen Ideen dachte ich „Na ja, das ist ja nichts Neues“, aber ich war nahezu auf jeder Seite darüber überrascht, wie es Christian Bischoff schafft, so ein Gefühl von „Ja, Du kannst auch etwas ändern“ in mir hervorzurufen.

Christian Bischoff lädt uns dazu ein, aus dem Gesellschaftsspiel auszusteigen, in dem wir unser Leben an Wertvorstellungen und Konventionen anderer Menschen ausrichten und zu einem eigenen, Bewusstseins-bestimmten Leben zu finden … und … versteht es dabei zugleich, uns seine ganz persönlichen Erfahrungen aus seiner Laufbahn als Basketballspieler und -trainer näher zu bringen und uns damit dafür zu begeistern, Dinge in unserem eigenen Leben zu ändern. Was mir an diesem Buch gefällt? – Es ist gespickt mit prägnanten, hilfreichen Geschichten und Episoden aus dem Leben von Christian. Und diese Schilderungen geben Kraft. Keine Techniken, die man einfach nur anwenden müsse und schon würde es funktionieren, sondern gelebte Erfahrungen und motivierende Anekdoten, beim Lesen derer ich mich immer wieder dabei ertappt habe, wie eine innere Stimme zu mir gesagt hat: „Genau! Und Du kannst das auch!“.

Einige Rezensenten auf Amazon bemerken, dass es sich bei diesem Buch um eine Selbstdarstellung von Christian Bischoff handele, die doch recht „narzisstisch akzentuiert“ sei. Ich sehe das ganz anders. Christian Bischoff lässt uns an seinen eigenen Erfahrungen teilhaben und versteht es dabei, uns zu motivieren, gewisse Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Ich empfinde das Buch als sehr positive Überraschung und kann es durchaus weiterempfehlen.

Viel Spass beim Motivierenlassen,
Doc Ramadani


Von Männern und vom Baggern

Ab und zu darf ich in meiner Praxis auch immer wieder Männer begleiten, die sich wünschen, leichter Kontakt zu Angehörigen des anderen Geschlechts, so genannten „Frauen“, zu bekommen. Im Laufe der Begleitung empfehle ich Ratsuchenden dann ab und an gerne das Buch „Die perfekte Masche“ von Neil Strauss – ein aberwitziges und zugleich hilfreiches Buch, wie ich finde.

Neil Strauss ist Journalist und ein so genannter „EFL“ – ein „ewig frustrierter Loser“, wie er sich selbst bald nach dem Beitritt in eine Online-Außreisser-Community bezeichnet. Auf Wunsch seines Chef-Redaktuers bei der New York Times macht er sich in eine Subkultur der besonderen Art auf. Neil Strauss taucht ein in eine Welt von Männern, denen es scheinbar nur darum geht, die beste Technik, die beste Mache und die besten Tricks zu entwickeln, um eine Frau möglichst schnell dazu zu bringen, Sex mit Ihnen zu haben.

Bei seinen Recherchen stößt Neil Strauss schnell auf seine eigenen Blockaden und beschließt eines Tages, sein Leben nicht länger als EFL zu fristen, der schon mehrfach fast an der DOK-Krankheit („Die-oder-keine-Krankheit““ zugrunde gegangen wäre. Er beschließt, Teil der Community zu werden und aus dem Journalisten Neil Strauss wird „Style“, der Profi-Aufreißer – und „Style“ sollte erfolgreicher werden, als alle anderen Aufreißer zuvor. Er macht sich auf den Weg. Den Weg, der ihn über Workshops, Seminare, Aufreißertouren und etliche Frauen dorthin führt, wo er begann: zu sich selbst – aber um einige Erfahrungen reicher.

Neil Strauss, alias „Style“, hat mit seinem aberwitzigen und erstaunlichen Buch eine beeindruckende Mischung aus Ratgeber und Roman erschaffen, die mich nicht mehr losgelassen hat. Anfangs beschreibt er sehr detailliert, wie er Zugang zur Aufreißer-Community bekommt und in Workshops mehr und mehr lernt, seine eigenen Hemmungen zu überwinden. Er bekommt Kontakt zu den vermeintlichen Größen der Szene und beschließt, etwas von Ihnen zu lernen. Er lernt Sprüche auswendig, übt Techniken ein und lernt sogar Zaubertricks … und er hat Erfolg. „Style“ entwickelt sich zum Profi-Aufreißer und wird nach und nach zu einem der Führer der Community. Die „Jünger“ reißen sich um ihn. Er wird einer der gefragtesten Aufriss-Lehrer und unterstützt andere Aufriss-Lehrer bei ihren Workshops.

Im Verlauf seiner Beschreibungen versteht es Neil Strauss, sehr differenzierte Persönlichkeitsprofile seiner vermeintlichen Mitstreiter zu zeichnen. Mehr und mehr wird aus dem Ratgeber ein vielschichtiger Hochgeschwindigkeitsroman, in dessen Verlauf sich die Wege von Style und seinen Mitstreiter mehrfach kreuzen und vereinen: Style findet sich bald in einer Aufreißer-WG in Los Angeles wieder, in der es nicht nur heiter zugeht. Ein ums andere Mal geraten die aufreißenden „Alpha-Männchen“ an ihre Grenzen. Immer wieder ertappt man sich beim Lesen dabei, Mitleid mit Styles Wegbegleitern (insbesondere seinem ersten Mentor: Mystery) zu bekommen, wenn man erfährt, wie diese in ihre ganz persönlichen Krisen schlittern.

Warum ich dieses Buch so gerne empfehle? – Es ist Ratgeber und Roman zugleich und Neil Strauss schafft es, auf sehr einfühlsame Art und Weise darzustellen, wo die eigenen Blockaden stecken, die bisher vielleicht verhindert haben, dass man unbefangen Kontakt zum anderen Geschlecht aufnehmen kann. Dass letztlich aber alle Techniken und Tricks versagen wenn wahre Gefühle ins Spiel kommen, erfährt Neil Strauss schließlich am eigenen Leib, als er sich in die Gitarristin Lisa verliebt. Nur wer bereit ist, sich so zu zeigen, wie er ist, kann schlussendlich erfahren, wie es ist, wirklich geliebt zu werden – mit allen Stärken und Schwächen.

Viel Spass beim Sich-zeigen,
Doc Ramadani


„Betrogen worden?“ / „Betrogen?“ – Verändere Dich!

Immer wieder spielen natürlich auch Partnerschaftsthemen in meiner Praxis eine Rolle. Manchmal kommt es auch vor, dass ein/e Partner/in eine Außenbeziehung beginnt. Der Theologe und Paartherapeut Hans Jellouschek nennt diese Situation ein kritisches Lebensereignis und hat ein sehr gutes Buch darüber geschrieben, dass ich Menschen (sowohl dem oder der „Untreuen“ als auch dem oder der „Treuen“) empfehle. Das Buch eignet sich jedoch auch für Berater oder Therapeuten, die mit diesem Thema umgehen können wollen.

Wenn in einer Beziehung einer von beiden fremdgeht und vielleicht sogar noch eine dauerhafte Beziehung außerhalb der Partnerschaft eingeht, und der andere es erfährt, bricht meistens ein heilloses Chaos aus: Schock, Verletzung, Schuldzuweisungen, Kränkung und Schuldgefühle beherrschen auf einmal das Leben der Partner – und oft auch des oder der Geliebten. Oft fühlt es sich dann so an, als wäre nichts mehr zu retten.

Gibt es eine Chance?

Dass dem nicht so sein muss und dass eine Außenbeziehung vielleicht sogar eine einmalige Chance zu einem Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft (in der bisherigen Partnerschaft, vielleicht auch in der Außenbeziehung) sein kann, erläutert Hans Jellouschek. Anhand von 3 Paaren in unterschiedlichsten Lebenssituationen und Lebensphasen zeigt er, wie  aus einer „kritischen Lebensereignis“, so bezeichnet der Autor die Aufnahme einer Außenbeziehung, verschiedene Dreiecksbeziehung mit immensen Folgen für alle Beteiligten entwickeln können. Dass daraus nicht nur Probleme sondern auch Chancen für die Entwicklung aller Beteiligten (auch des oder der Geliebten) entstehen können, zeigt Hans Jellouschek mit den Geschichten der 3 besagten Paare. Er beschreibt die Dreiecksbeziehung als einen Ausgleichsversuchs des oder der „Untreuen“, mit dem eine Schwachstelle der Paarbeziehung ausgeglichen werden soll.

Hans Jellouschek plädiert für eine entwicklungsorientierte Sichtweise des kritischen Lebensereignisses – d.h. er wirbt um eine Sicht für die Chance, die in dieser Situation steckt. Er erläutert einerseits welche Einflüsse die Paargeschichte  auf das Zustandekommen einer Dreiecksbeziehung hat und welche Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie dabei eine Rolle spielen könnten. Ganz große Stärke beweisst das Buch bei der Beschreibung der Lösungsversuche der Paare (Abbrechen, Verschweigen, Leben der Dreiecksbeziehung, …). Er erläutert Vor- und Nachteile der einzelnen Strategien und wirbt vor allem für eins: einen langen Atem.

Fazit: Ein Buch das einerseits für „Betrogene“, „Betrüger/innnen“ und „Geliebte“ geeignet ist, aber auch für Menschen, die irgendwie das Gefühl haben, dass in ihrer Beziehung etwas nicht stimmt.

Viel Spass beim Chancen-suchen,
Doc Ramadani


Von verliehenen Büchern

Es war einmal ein Gelehrter, zu dem viele Menschen kamen, um ihm Fragen zu stellen.  Eines Tages fragte jemand den weisen Mann: „Warum, Meister, bekommt man eigentlich verliehende Bücher so selten wieder zurück?“ Darauf antwortete der Gelehrte ohne lange nachzudenken: „Weil es leichter ist, die Bücher zu behalten, als das, was drin steht.“

Viel Spass beim Bücher-verleihen,
Doc Ramadani


Gelesen: Gerald Hüther, Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn

Die Themen Mannwerden und Mannsein beschäftigen mich beruflich fast täglich – natürlich aber auch persönlich. Schließlich gehöre ich auch zu dem Geschlecht, das sich in genau 20 Genen von den Frauen unterscheidet. Und da es nicht unbedingt leicht ist, in diesen Zeiten seine Rolle als Mann zu finden, empfiehlt es sich, sich hier und da Tipps von erfahrenen Männern zu holen und deren Bücher zu lesen. Diesmal habe ich mir von Gerald Hüther, dessen Vorträge mich schon immer sehr begeistert haben, durch sein Buch „Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn“ einiges erklären lassen.

Als Neurobiologe und Hirnforscher erklärt uns Prof. Dr. Gerald Hüther, warum das männliche Geschlecht überhaupt notwendig wurde und sich die ungeschlechtliche Fortpflanzung in der Natur nicht als alleiniger Weg zur Vermehrung durchgesetzt hat. Sehr anschaulich schildert er dabei, welchen Vorteil es für die Natur hatte, das männliche Geschlecht zu entwickeln. Es geht also darum, warum es uns Männer überhaupt gibt. Im folgenden erklärt und Gerald Hüther dann, wozu wir da sind. Warum wir einerseits entbehrlich sind, aber andererseits auch dringend gebraucht werden. Weiter geht es darum, was bei Männern anders ist und warum wir so werden, wie wir sind. Immer wieder erläutert uns Prof. Hüther hierbei, wie sich dies mit der Entwicklung und Funktion unseres „männlichen“ Gehirns erklären lässt.

Wundervoll anschaulich und mit interessanten Beispielen zeigt Gerald Hüther uns Männern, was uns so besonders anders macht und welche Aufgaben die Natur für uns vorgesehen hat. Vieles lässt sich dadurch besser verstehen. Fast versöhnlich, dass es einfach in der uns zugedachten Funktion begründet ist, dass wir einerseits um Liebe und Anerkennung kämpfen und andererseits ständig an unsere Grenzen gehen, diese teilweise sogar überschreiten und die Autonomie suchen – und das es weder allein unsere genetischen Anlagen, noch allein die soziokulturellen Faktoren sind, die uns zu dem machen, was wir sind – eben Männer. Ausgestattet mit diesem Wissen nimmt uns Gerald Hüther mit auf eine Zeitreise durch ein Männerleben und erläutert uns, wie sich diese Erkenntnisse in den 12 Entwicklungsstufen eines Mannes nutzen lassen, um zu einem ausgewachsenen und erwachsenen Mann zu werden.

Fazit: Gerald Hüther hat ein sehr interessantes und zugleich lehrreiches Buch über Männer geschrieben. Ein Buch, das für Männer und Frauen gleichermaßen lesenswert ist, auch wenn oder gerade weil sie so unterschiedlich sind. Sein vielfältiges Wissen über die Neurobiologie kombiniert er auf leicht verständliche und oft erheiternde Art und Weise mit philosophischen Fragen rund ums Mannsein. Nach der Lektüre des Buches fühle ich mich fast ein wenig versöhnt mit mir und meinem Dasein als Mann.

Viel Spass beim Mannsein,
Doc Ramadani


Gelesen: Roland Kachler – Traummord

Vielleicht könnt Ihr Euch noch an meinen Kollegen und Freund Roland Kachler aus Podcast Nr. 10 erinnern. Roland ist psychologischer Psychotherapeut und Theologe und er beschäftigt sich neben seiner psychologischen Arbeit auch mit dem Bücherschreiben. Viele Bücher hat er zu den Themen „Paarberatung“ und „Trauer“, einem Thema in dem er auch Therapeuten ausbildet, veröffentlicht. Doch schon vor langem hat mir Roland auch seinen Krimi „Traummord“ als Lektüre empfohlen. Endlich habe ich ihn gelesen – und bin beeindruckt:

Dr. Johannes Roth, der Leiter des Prüfungsamtes der psychologischen Fakultät der Universität und glühender Verehrer von Sigmund Freud und Carl Gustav Jung, wird tot in seinem Büro aufgefunden – an seinem Schreibtisch erschossen. Unter ihm begraben liegt eines von Freuds großen Werken, in dem einige Stellen mit Blutstropfen markiert sind.

Kommissar Maurer wird mit dem Fall betraut. Maurer beschäftigt sich in seiner Freizeit selbst intensiv mit Psychologie und Therapie. Er ist ein großer Verehrer von Freud, Jung und dem amerikanischen Vater der modernen Hypnotherapie, Milton H. Erickson. Wochenlang beschäftigt sich Maurer auf konventionelle Polizeiart mit dem Fall und kommt nicht voran. Erst als er das einsetzt, was er bei den 3 Großmeistern der Psychotherapie gelernt hat, kommt der Fall in Bewegung.

Roland Kachler, psychologischer Psychotherapeut aus Remseck, lädt den Leser in seinem Krimi „Traummord“ auf eine spannende Reise in die Geschichte der Psychotherapie und den gemeinsamen Wurzeln, aber auch Streitigkeiten der unterschiedlichen tiefenpsychologisch psychotherapeutischen Strömungen ein. Er flechtet in die spannende Geschichte um die Auflösung des Mordes an Dr. Johannes Roth fast in hypnotherapeutischer Sowohl-als-auch-Manier mehrere weitere Ebenen ein. Neben der eigentlichen „faktischen“ Ebene, die sich mit dem Mordfall Roth beschäftigt, kann der Leser Sigmund Freud und Carl Gustav Jung sowie deren Gemeinsamkeiten aber auch Gegensätzte kennenlernen – vor allem was die Traumdeutung und die darin enthaltene Symbolik betrifft. Auf einer weiteren Handlungsebene lernt der Leser die Verdächtigen, allesamt aus dem universitären Umfeld von Dr. Roth, und deren eigene Geschichten kennen. Besonders interessant ist, dass der Leser ganz nebenbei einiges über die Menschen Freud und Jung und deren eigene Neurosen bzw. Komplexe erfährt – es ist fast rührend, diese manchmal fast unantastbaren Ikonen der Tiefenpsychologie so menschlich zu erleben.

Fazit: Alle Kolleginnen und Kollegen, die therapeutisch arbeiten, kann ich diesen Krimi als unterhaltsame Lektüre sehr empfehlen. Aber auch „psycho“-unerfahrenen aber -interessierten Krimi-Lesern möchte ich dieses Buch als unterhaltsame Abwechslung mit süchtigmachendem Thrill ans Herz legen. Dem Krimi-Leser, der eher auf konventionelle Detektivgeschichten und lineare Handlungsstränge schwört, könnte dieser wundervolle Krimi eventuell etwas zu „psycho“-mäßig erscheinen – vielleicht möchte sich aber der eine oder andere dennoch überraschen lassen?

Viel Spass beim Lesen,
Doc Ramadani


Podcast 014: Wege zur Veränderung & Veränderung als Weg – Doc Ramadanis Podcast Nr. 14

Podcast Nr. 14: Im Gespräch mit dem Psychologen Roland Kopp-Wichmann – Wege zur Veränderung & Veränderung als Weg

Immer wieder erleben wir in unserem Leben Situationen, in denen uns etwas passiert, was wir uns vielleicht gar nicht so recht erklären können. Beispielsweise ist der Chef schlecht gelaunt, schnauzt einen an und plötzlich fühlt man sich unwohl. Oder in der Beziehung ist einer ein Morgenmuffel und der andere fühlt sich komischerweise immer schuldig. Oder immer wieder ertappt man sich dabei, dass man „Ja!“ sagt, obwohl man „Nein!“ meint. Und das, obwohl man sich so fest vorgenommen hatte, diesmal beim „Nein!“ zu bleiben.

Manchmal kann es da sogar passieren, dass man sich unheimlich über sich ärgert und sich denkt: „Eigentlich ist mir doch alles klar! Ich weiss doch, dass es keinen Sinn macht, sich so oder so zu verhalten! Und trotzdem passiert es mir immer wieder!“. Oft gibt es gute Gründe, warum wir uns auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Manchmal kennen wir diese, manchmal gibt es sogar eine Fülle von Gründen oder biographischen Ereignissen, die sich dafür verantwortlich machen lassen. Manchmal ist es hilfreich diese zu kennen, manchmal muss man sie nicht kennen, um gewisse Veränderungen zu erreichen.

In Podcast Nr. 14 mit dem Heidelberger Führungskräftetrainer, Coach und Psychologen Roland Kopp-Wichmann geht es um das Thema Veränderung. Wie ist Veränderung möglich? Was kann helfen? Ist Veränderung leicht? Wir stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in unserer Art zu arbeiten fest und berichten, was Menschen, die sich verändern möchten, tun können.

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 014: Wege zur Veränderung & Veränderung als Weg (1459 Downloads)

Viele weitere Informationen zum Thema Persönlichkeitsentwicklung findet man übrigens im Persönlichkeits-Blog von Roland Kopp-Wichmann und neuerdings auch (für alle Social Networker) auf seiner Facebookseite. Alle Informationen über die Persönlichkeitsseminare und das Coaching-Angebot findet Ihr unter www.seminare4you.de. Wer sich für die Bücher von Roland Kopp-Wichmann interessiert, findet hier die wichtigen Informationen:

Die Autorenseite von Roland Kopp-Wichmann bei Amazon

Viel Spass beim Verändern,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.


Podcast 013: Wenn Geschichten heilen – Doc Ramadanis Podcast Nr. 13

Podcast 013: Im Gespräch über therapeutisches Erzählen mit dem Therapeuten und Theologen Stefan Hammel

Geschichten erzählen gehört wohl zu den ältesten therapeutischen Handlungen der Menschheit. Geschichten sind genauso alt, wie die Menschheit. Doch auch heute bieten Geschichten in der Therapie bei seelischen aber auch körperlichen Fragestellungen vielfache Möglichkeiten zur Linderung oder Lösung von Problemen.

In Podcast Nr. 13 spreche ich meinem Kollegen, Therapeuten, Buchautor und Theologen Stefan Hammel über die Kunst des therapeutischen Erzählens.  Warum haben Geschichten für uns Menschen eine so besondere Anziehungskraft? Wie wirken Sie? Wie kann man therapeutische Geschichten selbst erfinden? Was macht gute Geschichten aus? Und wie findet ein Theologe den Weg zum Therapeuten? Und welche Rolle spielen dabei Geschichten? Antworten auf diese Fragen findet Ihr in Doc Ramadanis Podcast Nr. 13.

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 013: Wenn Geschichten heilen (861 Downloads)

Wer sich direkt mit Stefan Hammel in Verbindung setzen möchte, erreicht ihn unter folgenden Koordinaten:

Stefan Hammel
Institut für Hypno-Systemische Beratung
Kieferberg 25
67659 Kaiserslautern
Telefon: 0631-3702093
Telefax: 0631-3702094
eMail: stefan.hammel@hsb-westpfalz.de
http://www.stefanhammel.de

Allen Menschen in therapeutischen oder beratenden Kontexten möchte ich folgendes Buch von Stefan Hammel empfehlen, das Euch ein Eldorado an Geschichten und Techniken eröffnet:

Viel Spass beim Geschichten erzählen,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.


Podcast 009: Wie’s weitergeht, wenn nichts mehr geht – Doc Ramadanis Podcast Nr. 9

Dr. Jens Baum und Dr. Marco Ramadani im Gespräch

In Podcast Nr. 9 „Wie’s weitergeht, wenn nichts mehr geht“; im Gespräch mit dem Arzt und Buchautor Jens Baum

Es gibt Situationen im Leben, da scheint die Lebenslage so verfahren zu sein, dass es keinen Ausweg mehr geben mag – man steckt in einer existenziellen Krise. Einer der das bereits 3 mal erlebt hat, weil er 3 mal einen totalen Existenzverlust erleben mußte, hat mir vor einigen Wochen, eine erste, sehr nette eMail geschrieben. In dieser eMail teilte mir ein gewisser Jens Baum aus Langenau mit, dass er Arzt sei und sich für das Thema „Hypnotherapie“ interessiere. In einer zweiten eMail eröffnete mir dieser Gynäkologe Jens Baum dann, dass er ganz nebenbei auch noch Autor zweier Bücher sei, die sich mit dem Thema „Ängste“ beschäftigen und dass er unter anderem auch einmal 4 Jahre lang Patienten mit Ängsten therapeutisch begleitet hätte.

Zwischenzeitlich verbindet Jens und mich eine kollegiale Freundschaft und in Podcast Nr. 9 mit dem Titel „Wie’s weitergeht, wenn nichts mehr geht“ unterhalte ich mich mit Jens über seine Bücher und über das Thema Ängste. Jens berichtet dabei über viele Erkenntnisse, die er durch seine eigenen Existenzkrisen sowie durch die Begleitung vieler Patienten gewonnen hat. Er gibt hilfreiche Hinweise, was man tun kann, wenn man in einer Krise steckt.

 

Die Homepage von Buchautor Jens Baum findet man unter der Adresse www.jens-baum.de. Wer die Dienste des Gynäkologen Jens Baum in Anspruch nehmen möchte, erreicht den engagierten Mediziner in seiner Praxis:

Dr. med. Jens Baum
Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Panoramastr. 28
89129 Langenau
Tel.: 07345 – 6434
Fax: 07345 – 921 641

Folgende Bücher hat Jens Baum veröffentlicht (seht Euch ruhig einmal die Amazon-Rezensionen an):

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 009: Wie's weitergeht, wenn nichts mehr geht (1293 Downloads)

Viel Spass beim Zuhören,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.