Podcast 030: Sexualität in der Intimität gestalten – Doc Ramadanis Podcast Nr. 30

Christoph Schubert und Dr. Marco Ramadani

In Podcast Nr. 30 unterhalte ich mich mit meinem Kollegen Christoph Schubert (links) aus Neu-Ulm über die Themen Sexualität, Intimität und Beziehung.

Das Thema Sexualität ist in unserem Leben nahezu allgegenwärtig: in Werbespots, Filmen, Musikvideos, Talkshows, Magazinen und ganzen Webseiten werden uns erotische Elementen oder Darstellungen körperlicher, sexueller Interaktionen präsentiert. „Sex sells“ weiss nicht nur die Werbeindustrie schon lange. Angesichts derartig dargestellter „sexueller Attraktivität“ junger, makelloser Körper oder gar kunstturnerischer Höchstleistungen der Darsteller in pornographischen Filmen, suchen Männer wie Frauen mehr und mehr ihre sexuelle Identität. Immer wieder erleben Menschen dabei, dass sich ihre sexuellen Erwartungen nicht erfüllen oder sie Sexualität nicht unbefangen befriedigend erleben können.

Wie Profis über das Thema Sexualität denken

Mit meinem Kollegen Christoph Schubert (Psychologe, Paar- und Sexualtherapeut aus Neu-Ulm) unterhalte ich mich in Podcast Nr. 30 über die Themen Sexualität, Intimität und Beziehung. Christoph räumt mit vielen Vorurteilen zum Thema Sexualität auf und wirbt für eine neugierige Haltung gegenüber der eigenen sexuellen Begegnungsfähigkeit. Genau darum handelt es sich nämlich bei Sexualität: Begegnung auf sinnlicher Ebene. Immer wieder geht es in unserem Gespräch um persönliche Differenziertheit – einem Begriff der unter anderem durch den amerikanischen Sexualtherapeuten David Schnarch, einem persönlichen Freund von Christoph, geprägt wurde. Was genau man unter Differenziertheit versteht, erklärt Christoph Schubert im Podcast sehr verständlich.

Und hier könnt Ihr Euch den Podcast direkt anhören:

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 030: Sexualität in der Intimität gestalten (1267 Downloads)

Christoph Schubert“ href=“http://www.psycho-praxis-ulm.de“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Informationen auf seiner Homepage</a> oder kann Christoph Schubert unter folgenden Kontaktdaten erreichen:

Christoph Schubert
Sandstr. 2
89231 Neu-Ulm
Tel: 0731-9458826
http://www.psycho-praxis-ulm.de

Im Podcast werden unter anderem die Bücher von David Schnarch erwähnt. Wer sich für die Arbeit des amerikanischen Sexualtherapeuten interessiert, der eine sehr progressive und entwicklungsorientierte Sichtweise von Sexualität anbietet, dem seien seine Bücher empfohlen. Sie Bücher sind für interessierte Laien durchaus gut lesbar sind und bringen dem Leser die Themen Sexualität und Intimität sehr verständlich und einprägsam näher:

Viel Spass beim Intim-begegnen,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.


Gratis: Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner

Gratis: Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner

In den vergangenen Wochen durfte ich unheimlich viele Menschen kennen lernen, deren Veränderungswunsch letztlich zu Tage gefördert hat, dass es in der Beziehung doch wohl mehr unbewusste Konflikte gibt, als den Menschen lieb wäre.

Dies hat dazu geführt, dass ich meinen „Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner“, den ich solchen Paaren oft mitgegeben habe, nochmals überarbeitet habe.

Ich habe mich dazu entschlossen, den Selbsterkundungs-Fragebogen, der Beziehungspartnerinnen und -partnern erstmal dabei helfen soll, einmal zu bestimmen, wo sie denn in ihrem eigenen Leben stehen, kostenlos zum Download bereitzustellen. Oft erlebe ich es, dass Partnerinnen und Partner ihr persönliches Glück an den oder die anderen delegieren – nach dem Motto: „wäre mein Partner nur liebevoller, dann würde es mir auch besser gehen, oder ähnliches.“. Das geht ja überhaupt nicht. Entweder, Du weißt selbst wo es lang geht, dann ist es okay, oder Du solltest daran arbeiten. Wenn Du daran arbeiten möchtest, dann kann Dir eventuell der Fragebogen dabei helfen, Deine Partnerin oder Deinen Partner neu kennen zu lernen.

Und hier könnt Ihr Euch den „Selbsterkundungs-Fragenbogen für Partnerinnen und Partner“ kostenlos runterladen:
Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner (PDF) (8280 Downloads)

Viel Spass beim Neu-Kennenlernen,
Doc Ramadani


Gelesen: Gerald Hüther, Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn

Die Themen Mannwerden und Mannsein beschäftigen mich beruflich fast täglich – natürlich aber auch persönlich. Schließlich gehöre ich auch zu dem Geschlecht, das sich in genau 20 Genen von den Frauen unterscheidet. Und da es nicht unbedingt leicht ist, in diesen Zeiten seine Rolle als Mann zu finden, empfiehlt es sich, sich hier und da Tipps von erfahrenen Männern zu holen und deren Bücher zu lesen. Diesmal habe ich mir von Gerald Hüther, dessen Vorträge mich schon immer sehr begeistert haben, durch sein Buch „Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn“ einiges erklären lassen.

Als Neurobiologe und Hirnforscher erklärt uns Prof. Dr. Gerald Hüther, warum das männliche Geschlecht überhaupt notwendig wurde und sich die ungeschlechtliche Fortpflanzung in der Natur nicht als alleiniger Weg zur Vermehrung durchgesetzt hat. Sehr anschaulich schildert er dabei, welchen Vorteil es für die Natur hatte, das männliche Geschlecht zu entwickeln. Es geht also darum, warum es uns Männer überhaupt gibt. Im folgenden erklärt und Gerald Hüther dann, wozu wir da sind. Warum wir einerseits entbehrlich sind, aber andererseits auch dringend gebraucht werden. Weiter geht es darum, was bei Männern anders ist und warum wir so werden, wie wir sind. Immer wieder erläutert uns Prof. Hüther hierbei, wie sich dies mit der Entwicklung und Funktion unseres „männlichen“ Gehirns erklären lässt.

Wundervoll anschaulich und mit interessanten Beispielen zeigt Gerald Hüther uns Männern, was uns so besonders anders macht und welche Aufgaben die Natur für uns vorgesehen hat. Vieles lässt sich dadurch besser verstehen. Fast versöhnlich, dass es einfach in der uns zugedachten Funktion begründet ist, dass wir einerseits um Liebe und Anerkennung kämpfen und andererseits ständig an unsere Grenzen gehen, diese teilweise sogar überschreiten und die Autonomie suchen – und das es weder allein unsere genetischen Anlagen, noch allein die soziokulturellen Faktoren sind, die uns zu dem machen, was wir sind – eben Männer. Ausgestattet mit diesem Wissen nimmt uns Gerald Hüther mit auf eine Zeitreise durch ein Männerleben und erläutert uns, wie sich diese Erkenntnisse in den 12 Entwicklungsstufen eines Mannes nutzen lassen, um zu einem ausgewachsenen und erwachsenen Mann zu werden.

Fazit: Gerald Hüther hat ein sehr interessantes und zugleich lehrreiches Buch über Männer geschrieben. Ein Buch, das für Männer und Frauen gleichermaßen lesenswert ist, auch wenn oder gerade weil sie so unterschiedlich sind. Sein vielfältiges Wissen über die Neurobiologie kombiniert er auf leicht verständliche und oft erheiternde Art und Weise mit philosophischen Fragen rund ums Mannsein. Nach der Lektüre des Buches fühle ich mich fast ein wenig versöhnt mit mir und meinem Dasein als Mann.

Viel Spass beim Mannsein,
Doc Ramadani