Vom Jungen, dem ein Arm fehlte

Es war einmal ein Junge. Er war mit nur einem Arm auf die Welt gekommen, der linke fehlte ihm. Nun war es so, dass sich der Junge für den Kampfsport interessierte. Er bat seine Eltern so lange darum, Unterricht in Judo nehmen zu können, bis sie nachgaben, obwohl sie wenig Sinn daran sahen, dass er mit seiner Behinderung diesen Sport wählte.

Der Meister, bei dem der Junge lernte, brachte ihm einen einzigen Griff bei und den sollte der Junge wieder und wieder trainieren. Nach einigen Wochen fragte der Junge: „Sag, Meister, sollte ich nicht mehrere Griffe lernen?“ Sein Lehrer antwortete: „Das ist der einzige Griff, denn du beherrschen musst.“ Obwohl der Junge die Antwort nicht verstand, fügte er sich und trainierte weiter.

Irgendwann kam das erste Turnier, an dem der Junge teilnahm. Und zu seiner Verblüffung gewann er die ersten Kämpfe mühelos. Mit den Runden steigerte sich auch die Fähigkeit seiner Gegner, aber er schaffte es bis zum Finale.

Dort stand er einem Jungen gegenüber, der sehr viel größer, älter und kräftiger war als er. Auch hatte der viel mehr Erfahrungen. Einige regten an, diesen ungleichen Kampf abzusagen und auch der Junge zweifelte einen Moment, dass er eine Chance haben würde. Der Meister aber bestand auf dem Kampf. Im Moment einer Unachtsamkeit seines Gegners gelang es dem Jungen, seinen einzigen Griff anzuwenden ? und mit diesem gewann er zum Erstaunen aller.

Auf dem Heimweg sprachen der Meister und der Junge über den Kampf. Der Junge fragte: „Wie war es möglich, dass ich mit nur einem einzigen Griff das Turnier gewinnen konnte?“

„Das hat zwei Gründe: Der Griff, den du beherrschst, ist einer der schwierigsten und besten Griffe im Judo. Darüber hinaus kann man sich gegen ihn nur verteidigen, indem man den linken Arm des Gegners zu fassen bekommt.“

Und da wurde dem Jungen klar, dass seine größte Schwäche auch seine größte Stärke war.

Viel Spass beim Stärken-finden,
Doc Ramadani


Hypnose in der Krebsbehandlung

Das Krebstherapiebegleitsystem des Institut für Therapie und Beratung an der Fachhochschule Hildesheim

Das Institut für Therapie und Beratung an der Fachhochschule Hildesheimbietet Patienten ein Mentalprogramm für die Begleitung bei der Bewältigung von Krebserkrankungen an. Es handelt sich um ein NLP-basiertes, hypnotherapeutisches Mentaltraining, das von Prof. Dr. Gerhart Unterberger, Dr. Klaus Witt und Hans-Jürgen Altmeyer entwickelt und in einem vom Bundesland Niedersachsen geförderten Forschungsprojekt wissenschaftlich getestet wurde

Das Therapiebegleitsystem umfasst 5 Module (in Form von hypnotischen Trancen), die in unterschiedlichen Phasen der Krebsbehandlung hilfreich sein können:

  1. In der Zeit vor einer Operation (oder kurz danach) – Modul 1
  2. Zur Heilungsförderung nach einer Operation – Modul 2
  3. Zur Vorbereitung auf einen Chemotherapiezyklus oder auf eine Strahlentherapie – Modul 3
  4. Zur Begleitung und Nachbereitung eines Chemotherapiezyklus – Modul 4
  5. Nach einer Intensivbehandlung und langfristig zur Gesundheitsstabilisierung – Modul 5

Ich hatte die Möglichkeit, mir alle 5 Module anzuhören und halte das System für sehr sinnvoll. Das Schöne ist, dass man sich Modul Nr. 1 kostenlos herunterladen und es ausprobieren kann. Alle 3 CDs mit dem kompletten Therapiebegleitsystem erhält man für günstige € 27,50. Ein Preis, der absolut gerechtfertigt ist.

Und hier geht es direkt zu Homepage, von der man das Therapiebegleitsystem herunterladen kann: http://www.krebstherapie-media.de/

Viel Spass und Erfolg beim Ausprobieren,
Doc Ramadani


Gratis: Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner

Gratis: Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner

In den vergangenen Wochen durfte ich unheimlich viele Menschen kennen lernen, deren Veränderungswunsch letztlich zu Tage gefördert hat, dass es in der Beziehung doch wohl mehr unbewusste Konflikte gibt, als den Menschen lieb wäre.

Dies hat dazu geführt, dass ich meinen „Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner“, den ich solchen Paaren oft mitgegeben habe, nochmals überarbeitet habe.

Ich habe mich dazu entschlossen, den Selbsterkundungs-Fragebogen, der Beziehungspartnerinnen und -partnern erstmal dabei helfen soll, einmal zu bestimmen, wo sie denn in ihrem eigenen Leben stehen, kostenlos zum Download bereitzustellen. Oft erlebe ich es, dass Partnerinnen und Partner ihr persönliches Glück an den oder die anderen delegieren – nach dem Motto: „wäre mein Partner nur liebevoller, dann würde es mir auch besser gehen, oder ähnliches.“. Das geht ja überhaupt nicht. Entweder, Du weißt selbst wo es lang geht, dann ist es okay, oder Du solltest daran arbeiten. Wenn Du daran arbeiten möchtest, dann kann Dir eventuell der Fragebogen dabei helfen, Deine Partnerin oder Deinen Partner neu kennen zu lernen.

Und hier könnt Ihr Euch den „Selbsterkundungs-Fragenbogen für Partnerinnen und Partner“ kostenlos runterladen:
Selbsterkundungs-Fragebogen für Partnerinnen und Partner (PDF) (8847 Downloads)

Viel Spass beim Neu-Kennenlernen,
Doc Ramadani


Das Schicksal ist ungerecht!

Ein Philosoph unterhielt sich mit Mullah Nasrudin. „Im Endeffekt tun Sie mir leid“, sagte er. „So hart ist Ihr Leben, um jedes Schäfchen der Gemeinde müssen Sie kämpfen.“

Nasrudin sagte: „Ich danke Ihnen für Ihr Mitgefühl. Aber sagen Sie mir doch, welchem Beruf Sie nachgehen?“. Der Philosoph antwortete, und ein gewisser Stolz in seiner Stimme war nicht zu überhören: „Ich bin ein Philosoph und studiere das Denken der Menschen, ihre Taten und ihre Wünsche.“ Da fuhr der Mullah fort, an seinem Stück trockenem Brot zu knabbern, und seufzte: „Jaja, so hat ein jeder von uns sein Los zu tragen.“

Viel Spass beim Philosophieren,
Doc Ramadani


„Betrogen worden?“ / „Betrogen?“ – Verändere Dich!

Immer wieder spielen natürlich auch Partnerschaftsthemen in meiner Praxis eine Rolle. Manchmal kommt es auch vor, dass ein/e Partner/in eine Außenbeziehung beginnt. Der Theologe und Paartherapeut Hans Jellouschek nennt diese Situation ein kritisches Lebensereignis und hat ein sehr gutes Buch darüber geschrieben, dass ich Menschen (sowohl dem oder der „Untreuen“ als auch dem oder der „Treuen“) empfehle. Das Buch eignet sich jedoch auch für Berater oder Therapeuten, die mit diesem Thema umgehen können wollen.

Wenn in einer Beziehung einer von beiden fremdgeht und vielleicht sogar noch eine dauerhafte Beziehung außerhalb der Partnerschaft eingeht, und der andere es erfährt, bricht meistens ein heilloses Chaos aus: Schock, Verletzung, Schuldzuweisungen, Kränkung und Schuldgefühle beherrschen auf einmal das Leben der Partner – und oft auch des oder der Geliebten. Oft fühlt es sich dann so an, als wäre nichts mehr zu retten.

Gibt es eine Chance?

Dass dem nicht so sein muss und dass eine Außenbeziehung vielleicht sogar eine einmalige Chance zu einem Aufbruch in eine gemeinsame Zukunft (in der bisherigen Partnerschaft, vielleicht auch in der Außenbeziehung) sein kann, erläutert Hans Jellouschek. Anhand von 3 Paaren in unterschiedlichsten Lebenssituationen und Lebensphasen zeigt er, wie  aus einer „kritischen Lebensereignis“, so bezeichnet der Autor die Aufnahme einer Außenbeziehung, verschiedene Dreiecksbeziehung mit immensen Folgen für alle Beteiligten entwickeln können. Dass daraus nicht nur Probleme sondern auch Chancen für die Entwicklung aller Beteiligten (auch des oder der Geliebten) entstehen können, zeigt Hans Jellouschek mit den Geschichten der 3 besagten Paare. Er beschreibt die Dreiecksbeziehung als einen Ausgleichsversuchs des oder der „Untreuen“, mit dem eine Schwachstelle der Paarbeziehung ausgeglichen werden soll.

Hans Jellouschek plädiert für eine entwicklungsorientierte Sichtweise des kritischen Lebensereignisses – d.h. er wirbt um eine Sicht für die Chance, die in dieser Situation steckt. Er erläutert einerseits welche Einflüsse die Paargeschichte  auf das Zustandekommen einer Dreiecksbeziehung hat und welche Erfahrungen aus der Herkunftsfamilie dabei eine Rolle spielen könnten. Ganz große Stärke beweisst das Buch bei der Beschreibung der Lösungsversuche der Paare (Abbrechen, Verschweigen, Leben der Dreiecksbeziehung, …). Er erläutert Vor- und Nachteile der einzelnen Strategien und wirbt vor allem für eins: einen langen Atem.

Fazit: Ein Buch das einerseits für „Betrogene“, „Betrüger/innnen“ und „Geliebte“ geeignet ist, aber auch für Menschen, die irgendwie das Gefühl haben, dass in ihrer Beziehung etwas nicht stimmt.

Viel Spass beim Chancen-suchen,
Doc Ramadani


An der Brücke

An der Brücke

Als ich einmal wieder auf meinem Weg war, traf ich einen jungen Mann, der ging auf und ab. Ich fragte, was er denn mache und er schaute mich an. Seine Augen waren voll Trauer und auch voll Wut. Sein Körper war geschwächt und doch konnte er nicht ruhen. Auf seinen Schultern lastete ein großes Paket, hier und da waren ein paar Löcher, wo wohl ein Stück des Inhalts fehlte; dennoch schien es dadurch nicht minder schwer.

Ich fragte, warum er denn nur ständig auf und ab gehe? Er sagte, dass er gerne über diese Brücke gehen wolle, um auf die wunderschöne Insel gegenüber der Schlucht zu gelangen, doch er wage es nicht, denn seine Last sei so schwer und die Brücke, die er passieren müsse, mache keinen stabilen Eindruck.

Ich fragte ihn, warum er denn die Last nicht ablegen würde, dann könnte er doch ohne weiteres die Brücke passieren. Er schaute mich entgeistert an: „Ohne sein Gepäck“? „Nein, das ginge nicht“! Ich fragte ihn, was denn so Wichtiges in diesem Paket wäre, dass er es denn nicht hier lassen könne. Er lächelte und sagte stolz: „Es ist meine Vergangenheit“. Er ging auf und ab, sehnsüchtige Blicke folgten dem Weg auf diese wunderschöne Insel, mit Blumen und Früchten und frischem Wasser. Er war wirklich geschwächt, so bot ich ihm Wasser an. Dankend trank er. Ich fragte, ob er seine Last absetzen möge und auf die Insel gehen wolle. Vehement verneinte er. Auf keinen Fall würde er seine so kostbare Vergangenheit absetzen, nur, um auf die Insel zu gelangen? Es müsse doch schließlich auch einen anderen Weg geben. Wir schwiegen.

Ich meinte, wenn seine Vergangenheit leichter wäre, so könne er sie vermutlich mit auf die Insel nehmen. Doch wäre sie leichter, so wäre sein Eigengewicht weitaus mehr und so könnte er sowohl mit, als auch ohne Vergangenheit diese Brücke nicht passieren. Dadurch jedoch, dass er nun so lange gegangen sei, mit dieser Last, sei er selber davon so leicht geworden, dass er die Brücke passieren könne, würde er seine Last absetzen. Er schaute mich erstaunt an. „Es ist also die einzige Möglichkeit diese Brücke zu überqueren?“, fragte er. Ich schwieg. Er dachte nach.

Dann fragte er mich, ob ich denn kurz für ihn seine Vergangenheit tragen könnte, da er das Paket ungern in den Staub stellen wolle. Er würde jedoch gern einmal auf die Insel gehen, um zu schauen, ob sich denn der Tausch auch lohnen würde. Ich willigte ein. Er kam nie wieder zurück und so stellte ich das Paket zu den anderen.

[Nach Paula Meux, ein wenig von mir umgeschrieben ;-)]

Viel Spass beim Brückengehen,
Doc Ramadani


Podcast 017: Hypnosystemische Körperarbeit, wie der Körper die Seele trägt – Doc Ramadanis Podcast Nr. 17

Podcast Nr. 17: Im Gespräch mit Volker Dingeldey über hypnosystemische Körperarbeit

Immer wieder ging es in meinen letzten Podcasts darum, wie sich seelische Prozesse in körperlichen Symptomen äußern können, die wir Menschen als leidvoll erleben. Dies reicht oftmals hin bis zu psychosomatischen Erkrankungen. In der Begleitung von Menschen mit solchen Fragestellungen soll dann dazu genutzt werden, welche Dinge der Mensch braucht, damit er sich wieder wohl fühlen kann.

Volker Dingeldey hat es als Physiotherapeut gelernt, den Körper bei Heilungsprozessen zu unterstützen. Über seine Ausbildungen in Shiatsu und Tanztherapie hat er den Weg zur Hypnotherapie, oder genauer gesagt zur hypnotherapeutischen Körperarbeit gefunden. Er unterstützt mit seinem hypnosystemischen Kurzzeittraining häufig Menschen mit neurologischen Fragestellungen. Sehr schön erläutert Volker in diesem Podcast, wie hypnotherapeutische Arbeitsweisen auch in anderen Bereich, wie z.B. der Physiotherapie oder der Rehabilitation genutzt werden können.

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 017: Hypnosystemische Körperarbeit, wie der Körper die Seele trägt (716 Downloads)

Wer sich direkt an Volker Dingeldey wenden möchte, erreicht sie unter folgenden Koordinaten:

Volker Dingeldey
Formbachstr. 299
64385 Reichelsheim
Telefon: 06164-501-156

eMail: info@gemeinsam-weiter-gehen.de
Homepage: http://www.gemeinsam-weiter-gehen.de/

Viel Spass beim mit-dem-Körper-arbeiten,
Doc Ramadani


Von verliehenen Büchern

Es war einmal ein Gelehrter, zu dem viele Menschen kamen, um ihm Fragen zu stellen.  Eines Tages fragte jemand den weisen Mann: „Warum, Meister, bekommt man eigentlich verliehende Bücher so selten wieder zurück?“ Darauf antwortete der Gelehrte ohne lange nachzudenken: „Weil es leichter ist, die Bücher zu behalten, als das, was drin steht.“

Viel Spass beim Bücher-verleihen,
Doc Ramadani


Ein besonderes Geschenk

Eine weise Frau reiste durch die Berge. Eines Tages fand sie dort in einem Bachlauf einen sehr, sehr wertvollen Stein.

Am nächsten Tag traf sie einen anderen Wanderer. Der Mann war hungrig und die weise Frau öffnete ihre Tasche, um mit ihm ihr Brot zu teilen. Der Wanderer sah den wundervollen Stein in der Tasche. „Gib mir den Stein“ sagte er. Die Frau reichte dem Mann ohne jedes Zögern den Stein. Der machte sich schnell davon, denn ihm war klar, dass der Stein sehr, sehr wertvoll war und dass er nun den Rest seines Lebens sorgenfrei verbringen konnte.

Einige Tage später kam der Mann jedoch zurück zu der weisen Frau und gab ihr den Stein wieder.  „Ich habe nachgedacht.“ sagte er. „Ich weiß, wie wertvoll dieser Stein ist. Aber ich gebe ihn dir zurück. Das tue ich in der Hoffnung, dass du mir etwas viel Wertvolleres dafür schenken kannst. Bitte gib mir etwas davon, was es dir möglich machte, mir diesen Stein zu schenken.“

Viel Spass beim Loslassen,
Doc Ramadani

PS.: An dieser Stelle einmal wieder vielen Dank an Yves aus Luxembourg für diese tolle Geschichte.


Gelesen: Gerald Hüther, Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn

Die Themen Mannwerden und Mannsein beschäftigen mich beruflich fast täglich – natürlich aber auch persönlich. Schließlich gehöre ich auch zu dem Geschlecht, das sich in genau 20 Genen von den Frauen unterscheidet. Und da es nicht unbedingt leicht ist, in diesen Zeiten seine Rolle als Mann zu finden, empfiehlt es sich, sich hier und da Tipps von erfahrenen Männern zu holen und deren Bücher zu lesen. Diesmal habe ich mir von Gerald Hüther, dessen Vorträge mich schon immer sehr begeistert haben, durch sein Buch „Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn“ einiges erklären lassen.

Als Neurobiologe und Hirnforscher erklärt uns Prof. Dr. Gerald Hüther, warum das männliche Geschlecht überhaupt notwendig wurde und sich die ungeschlechtliche Fortpflanzung in der Natur nicht als alleiniger Weg zur Vermehrung durchgesetzt hat. Sehr anschaulich schildert er dabei, welchen Vorteil es für die Natur hatte, das männliche Geschlecht zu entwickeln. Es geht also darum, warum es uns Männer überhaupt gibt. Im folgenden erklärt und Gerald Hüther dann, wozu wir da sind. Warum wir einerseits entbehrlich sind, aber andererseits auch dringend gebraucht werden. Weiter geht es darum, was bei Männern anders ist und warum wir so werden, wie wir sind. Immer wieder erläutert uns Prof. Hüther hierbei, wie sich dies mit der Entwicklung und Funktion unseres „männlichen“ Gehirns erklären lässt.

Wundervoll anschaulich und mit interessanten Beispielen zeigt Gerald Hüther uns Männern, was uns so besonders anders macht und welche Aufgaben die Natur für uns vorgesehen hat. Vieles lässt sich dadurch besser verstehen. Fast versöhnlich, dass es einfach in der uns zugedachten Funktion begründet ist, dass wir einerseits um Liebe und Anerkennung kämpfen und andererseits ständig an unsere Grenzen gehen, diese teilweise sogar überschreiten und die Autonomie suchen – und das es weder allein unsere genetischen Anlagen, noch allein die soziokulturellen Faktoren sind, die uns zu dem machen, was wir sind – eben Männer. Ausgestattet mit diesem Wissen nimmt uns Gerald Hüther mit auf eine Zeitreise durch ein Männerleben und erläutert uns, wie sich diese Erkenntnisse in den 12 Entwicklungsstufen eines Mannes nutzen lassen, um zu einem ausgewachsenen und erwachsenen Mann zu werden.

Fazit: Gerald Hüther hat ein sehr interessantes und zugleich lehrreiches Buch über Männer geschrieben. Ein Buch, das für Männer und Frauen gleichermaßen lesenswert ist, auch wenn oder gerade weil sie so unterschiedlich sind. Sein vielfältiges Wissen über die Neurobiologie kombiniert er auf leicht verständliche und oft erheiternde Art und Weise mit philosophischen Fragen rund ums Mannsein. Nach der Lektüre des Buches fühle ich mich fast ein wenig versöhnt mit mir und meinem Dasein als Mann.

Viel Spass beim Mannsein,
Doc Ramadani