Musiker in Trance

Trance ist ein sehr natürliches Phänomen. Recht regelmäßig verfallen wir Menschen in diesen besonderen Bewusstseinszustand, in dem die Dinge um uns herum unwichtig werden und wir ganz bei uns sind. Besonders auffällig ist das, wenn wir uns monotonen Tätigkeiten hingeben oder uns künstlerisch betätigen. Sehr oft konnte ich schon bei Künstlern (MusikerInnen, TänzerInnen, SängerInnen, …) aber auch Sportlern beobachten, dass sie alles um sich herum zu vergessen scheinen und ganz bei ihrer Sache sind. Sie sind in Trance.

Wie sich Musiker oft ganz spontan in einen Trancezustand begeben, lässt sich im folgenden Video sehr gut beobachten. Der Gitarrist, Andy McKee, hat zwar die Augen teilweise offen, scheint dabei aber alles andere zu sehen als das Griffbrett seiner Gitarre. Nur so sind solche außerordentlichen Leistungen, wie das Spielen dieses Stücks, überhaupt möglich:

 
Wie es ist, wenn 2 Musiker gleichzeitig in eine gemeinsame Tramce gehen, kann man hier sehen:

 
Andy McKee, der Gitarrist, der in beiden Videos zu sehen ist, ist übrignes ein US-amerikanischer Fingerstyle-Gitarrist, der 1979 im amerikanischen Bundesstaat Kansas geboren wurde. Mit 13 Jahren bekam er seine erste Gitarre geschenkt und er spielte früh die Songs seiner Idole (Metallica, Dream Theater und Joe Satriani) nach. Sein Cousin schleppte ihn eines Tages zu einem Workshop des bekannten Gitarristen Preston Reed. Dort erfuhr er zum ersten Mal von einen bestimmten Stil Gitarre zu spielen: dem Fingerstyle. Im Alter von 20 Jahren begann Andy, seine ersten eigenen Songs zu komponieren. Erst nachdem sein derzeitiges Label „Candy Rat Records“ Ende 2006 begann, Videos auf YouTube zu veröffentlichen, wurde McKee innerhalb kurzer Zeit sehr bekannt. Fünf seiner Stücke befinden sich derzeit unter den am höchsten bewerteten Videos bei YouTube überhaupt. Wie schön, dass so ein begnadeter Künstler wie Andy McKee dank dem Internet weltberühmt werden kann. Seine Songs laufen derzeit regelmäßig auf meinem iPhone. Mehr zu Andy McKee gibt es übrigens unter www.andymckee.com.

Viel Spass beim In-Trance-gehen,
Doc Ramadani

PS.: Das neuste Video von Andy McKee gibt es übrigens hier zu sehen:


Das 90/10-Prinzip des Stephen Covey

Vor einigen Tagen bin im Blog der Hypnosetherapeutin und Heilpraktikerin Katharina Hille auf einen wundervollen Artikel gestossen. Katharina hat sich die Arbeit gemacht, einen Artikel von Stephen Covey über das 90/10-Prinzip ins Deutsche zu übersetzen. Und ich möchte Euch diesen schönen Beitrag mit einigen wenigen Anmerkungen weiterleiten und Euch hiermit auch Katharina’s Blog als Energiequelle empfehlen.

Das 90/10-Prinzip

Worum geht es bei diesem Prinzip?

  • 10% des Lebens besteht aus Dingen die Dir geschehen.
  • 90% des Lebens wird davon bestimmt, wie DU reagierst.

Was bedeutet das?

Tatsächlich haben wir KEINE Kontrolle über die 10% die uns geschehen (Manche Anhänger des Universums würden sogar das bestreiten, aber lassen wir das mal so stehen). Bei den 90% sieht das anders aus. DU bestimmst diese 90%. Wie? – Durch Deine Reaktion. Du kannst keine rote Ampel kontrollieren. Aber, Du kannst Deine Reaktion kontrollieren. Lass Dir nichts anderes erzählen. Du kannst lernen zu kontrollieren, wie Du reagierst.

Beispiel gefällig?

Du frühstückst mit Deiner Familie. Deine Tochter stößt eine Tasse Kaffee um, die sich über Dein frisches Hemd ergießt. Du hast KEINE KONTROLLE darüber, was gerade passiert ist. Was als nächstes geschieht, wird dadurch bestimmt, WIE DU REAGIERST:

1. Variante:
Du fluchst. Du schreist Deine Tochter an, weil sie die Tasse umgeworfen hat. Sie bricht in Tränen aus. Nachdem Du sie angeschrien hast, wendest Du Dich Deiner Frau zu und wirfst Ihr vor, die Tasse zu nah an den Tischrand gestellt zu haben. Daraus entwickelt sich ein kleiner Ehestreit. Du stürmst die Treppe hinauf, um Dir ein frisches Hemd anzuziehen. Wieder unten, stellst Du fest, dass Deine Tochter vor lauter Weinen keine Zeit mehr hatte, ihr Frühstück zu beenden und sich für die Schule fertig zu machen. Sie verpasst den Bus. Deine Frau muss jetzt sofort zur Arbeit gehen. Du hetzt zum Auto und fährst Deine Tochter zur Schule. Weil Du spät dran bist, fährst Du mit 90 Sachen durch eine 50-km/h-Zone. Mit 15-minütiger Verspätung und einem saftigen Strafzettel für zu schnelles Fahren, kommst Du an der Schule an. Deine Tochter rennt in die Schule, ohne sich von Dir zu verabschieden. Nachdem Du 20 Minuten zu spät an Deinem Arbeitsplatz eingetroffen bist, stellst Du fest, dass Du Deine Brieftasche vergessen habst. Der Tag hat gräßlich begonnen. Und er wird schlimmer und immer schlimmer. Du bist froh, wenn Du endlich nach Hause kannst. WARUM? – Weil Du heute Morgen so reagiert hast, wie Du reagiert hast.

Warum hatten Sie einen schlechten Tag?

A) Hat der Kaffee das verursacht?
B) Hat Deine Tochter das verursacht?
C) Hat der Polizist, der Dir den Strafzettel verpasst hat, das verursacht?
D) Hast Du das verursacht?

Die richtige Antwort lautet: D

Du hattst KEINERLEI KONTROLLE über das, was mit dem Kaffee passiert ist. Deine Reaktion in diesen 5 Sekunden verursachte Deinen miserablen Tag!

2. Variante:
Kaffee ergießt sich über Dein Hemd. Deine Tochter beginnt fast zu weinen. Du sagst sanft zu ihr: “Alles ok, Spätzchen, das ist nicht schlimm. Pass einfach das nächste mal ein wenig besser auf.” Du nimmst Dir ein Handtuch und gehst nach oben, um ein frisches Hemd anzuziehen. Du steckst Deine Brieftasche ein, kommst in aller Ruhe wieder herunter. Du schaust aus dem Fenster und siehst Deine Tochter, wie Sie zum Bus geht. Sie dreht sich herum und winkt Dir zu. Du kommst 5 Minuten zu früh zu Arbeit und begrüßt Deine Kolleginnen und Kollegen mit bester Laune.

Bemerkst Du den Unterschied? Zwei unterschiedliche Szenarien. Beide haben gleich begonnen. Jedes endet aber anders. WARUM? – Wegen der Art, wie Du reagiert hast. Du habst wirklich keine Kontrolle über 10% dessen, was in Deinem Leben passiert. Die anderen 90% werden durch Deine Reaktion bestimmt.

Und jetzt sei einmal ganz neugierig, wie es Dein Unterbewusstsein für Dich macht, dass Du Dich einfach so, ab und zu ganz von allein an diese Geschichte erinnerst.

Viel Spass beim Gelassen-reagieren,
Doc Ramadani


Die wahre Freiheit

Der Philosoph Diogenes sitzt des Abends in seinem Fasse und ißt Linsen. Das sieht der Philosoph Aristippos, der ein angenehmes Leben führt, indem er dem König schmeichelt. Da spricht Aristippos: „Wenn Du gelernt hättest, dem König gegenüber gefügig zu sein, müßtest Du nicht mit solchem Abfall wie Linsen zufrieden sein.“ Diogenes antwortet: „Wenn Du gelernt hättest, mit Linsen auszukommen, bräuchtest Du nicht dem König zu schmeicheln.“

Viel Spass beim Freimachen,
Doc Ramadani


Therapeuten sind Diener

Therapeuten sind Diener

Wenn man Menschen berät oder ihnen hilft, in bestimmten Situationen ihres Lebens ein wenig besser zurecht zu kommen, macht es Sinn, immer wieder auch einmal über die eigene Stellung nachzudenken. Und dabei steckt ein wichtiges Merkmal schon in der Bezeichnung Therapeut an sich. Der Begriff Therapeut stammt nämlich aus dem Griechischen (therapeutés) und bedeutet Diener, Aufwartender, Wärter oder Pfleger. Als Therapeut ist man also an erster Stelle Dienender – jemand der einem anderen Menschen dient.

Stets zu Diensten,
Doc Ramadani


Podcast 014: Wege zur Veränderung & Veränderung als Weg – Doc Ramadanis Podcast Nr. 14

Podcast Nr. 14: Im Gespräch mit dem Psychologen Roland Kopp-Wichmann – Wege zur Veränderung & Veränderung als Weg

Immer wieder erleben wir in unserem Leben Situationen, in denen uns etwas passiert, was wir uns vielleicht gar nicht so recht erklären können. Beispielsweise ist der Chef schlecht gelaunt, schnauzt einen an und plötzlich fühlt man sich unwohl. Oder in der Beziehung ist einer ein Morgenmuffel und der andere fühlt sich komischerweise immer schuldig. Oder immer wieder ertappt man sich dabei, dass man „Ja!“ sagt, obwohl man „Nein!“ meint. Und das, obwohl man sich so fest vorgenommen hatte, diesmal beim „Nein!“ zu bleiben.

Manchmal kann es da sogar passieren, dass man sich unheimlich über sich ärgert und sich denkt: „Eigentlich ist mir doch alles klar! Ich weiss doch, dass es keinen Sinn macht, sich so oder so zu verhalten! Und trotzdem passiert es mir immer wieder!“. Oft gibt es gute Gründe, warum wir uns auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Manchmal kennen wir diese, manchmal gibt es sogar eine Fülle von Gründen oder biographischen Ereignissen, die sich dafür verantwortlich machen lassen. Manchmal ist es hilfreich diese zu kennen, manchmal muss man sie nicht kennen, um gewisse Veränderungen zu erreichen.

In Podcast Nr. 14 mit dem Heidelberger Führungskräftetrainer, Coach und Psychologen Roland Kopp-Wichmann geht es um das Thema Veränderung. Wie ist Veränderung möglich? Was kann helfen? Ist Veränderung leicht? Wir stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in unserer Art zu arbeiten fest und berichten, was Menschen, die sich verändern möchten, tun können.

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 014: Wege zur Veränderung & Veränderung als Weg (1533 Downloads)

Viele weitere Informationen zum Thema Persönlichkeitsentwicklung findet man übrigens im Persönlichkeits-Blog von Roland Kopp-Wichmann und neuerdings auch (für alle Social Networker) auf seiner Facebookseite. Alle Informationen über die Persönlichkeitsseminare und das Coaching-Angebot findet Ihr unter www.seminare4you.de. Wer sich für die Bücher von Roland Kopp-Wichmann interessiert, findet hier die wichtigen Informationen:

Die Autorenseite von Roland Kopp-Wichmann bei Amazon

Viel Spass beim Verändern,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.


Zwei Wölfe

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Der Alte sagt nach einer Weile des Schweigens: „Weißt Du, im Leben ist es oft so, als ob zwei Wölfe im Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“.

„Welcher der beiden gewinnt den Kampf um das Herz?“ fragt der Junge. „Der Wolf, den man füttert.“ antwortet der Alte.

(alte Indianerweisheit)

Viel Spass beim Füttern,
Doc Ramadani


Die magische Bank

Stell‘ Dir vor, Du hast bei einem Wettbewerb den folgenden Preis gewonnen:

Jeden Morgen stellt Dir die Bank 86400 Euro auf Deinem Bankkonto zur Verfügung. Doch dieses Spiel hat – genau wie jedes andere – auch gewisse Regeln.

Die erste Regel lautet:

Alles, was Du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird Dir wieder weggenommen, Du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen, Du kannst das Geld nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn Du erwachst, stellt Dir die Bank erneut 86400 Euro für den kommenden Tag auf Deinem Konto zur Verfügung.

Die zweite Regel ist:

Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden. Zu jeder Zeit kann sie sagen: Es ist vorbei, das Spiel ist aus. Sie kann das Konto schliessen, und Du bekommst kein neues mehr.

Was würdest Du tun?

Du würdest Dir alles kaufen, was Du möchtest? Nicht nur für Dich selbst, auch für alle anderen Menschen, die Du liebst? Vielleicht sogar für Menschen, die Du nicht einmal kennst, da Du das nie alles für dich allein ausgeben könntest? In jedem Fall aber würdest Du versuchen, jeden Cent so auszugeben, dass Du ihn bestmöglich nutzt, oder?

Weisst Du, eigentlich ist dieses Spiel die Realität.

Jeder von uns hat so eine „magische Bank“. Wir sehen sie nur nicht, denn die Bank ist die Zeit. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, bekommen wir 86’400 Sekunden Leben für den Tag geschenkt und wenn wir am Abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gut geschrieben. Was wir an diesem Tag nicht gelebt haben, ist verloren, für immer verloren. Gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber die Bank kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung.

Was machst Du also mit Deinen täglichen 86400 Sekunden? Sind sie nicht viel mehr Wert als die gleiche Menge in Euro?

Viel Spass beim Zeit-ausgeben,
Doc Ramadani

PS.: Diese Metapher hat Hans-Peter Zimmermannin seinem neusten Newsletter verschickt.


Mit Hypnose-CDs kann man nicht alles erreichen!

Beim Lesen eines Blog-Beitrags von Daniel Drungels wurde mir einmal mehr bewusst, warum manche Menschen vielleicht ein falsches Bild von Hypnose haben. Er bezieht sich in seinem Beitrag auf zweifelhafte Angebote eines gewissen Alexander Cain, der wohl aus Funk und TV ziemlich berühmt sei und zu den größten Hypnotiseuren aller Zeiten gehöre. Ich möchte nicht einmal bezweifeln, dass Herr Cain (bürgerlicher Name: Wolfgang Kürzel) über Wissen darüber verfügt, wie man Menschen in Hypnose begleitet. Ich denke allerdings, dass es sehr fragwürdig ist, wenn ein Showhypnotiseur, der Hypnose zur zweifelhaften Unterhaltung einsetzt, plötzlich Hypnose-CDs zur Lösung oft folgenreicher Probleme (z.B. Sucht) anbietet. Menschen, die hoffnungsvoll die Lösung ihrer Probleme herbeisehnen, könnten dadurch den Eindruck bekommen, dass Ihnen einfach nicht geholfen werden könne. Das finde ich sehr bedenklich.

Herr Cain bietet z.B. bei Amazon Hypnose-CDs an, die wohl bei vielerlei Problemen und Fragestellungen helfen würden, unter anderem:

  • Brustvergrößerung
  • Alkoholentwöhnung
  • Fremdsprachen lernen
  • Stärkung von Selbstbewusstsein
  • Sexuellen Fragestellungen
  • Partnerschaftsproblemen

Was mich an den angebotenen Hypnose-CDs stört? – Es wird der Eindruck erweckt, als könne man durch einfaches Hören einer Hypnose-CD jegliches Problem beseitigen. Menschen, die sich diese CDs in diesem Glauben bestellen, können enttäuscht werden. Denn oft sind die Gründe, warum Menschen das eine oder andere Problem erleben, sehr vielschichtig. Und dabei kann die Lösung durchaus einfacher zu erreichen sein, als gedacht. Aber in der Regel, ist für die Erarbeitung von Lösungen ein sehr individuelles Vorgehen notwendig. Dabei können Hypnose-CDs sehr hilfreich sein – ABER: individuell während der Sitzung aufgenommene CDs. Viele Ärzte und Psychologen, die hypnotherapeutisch arbeiten, machen das.

Und so seltsam das auch für Außenstehende klingen mag: ja, ich kann bestätigen, dass ich schon Frauen begleiten durfte, deren Brüste während und nach der Behandlung größer wurden. Jedoch stand hier im Hintergrund eine Entwicklungsverzögerung – eine Entscheidung auf unbewusster Ebene nicht erwachsen zu werden, vielleicht um etwas zu schützen, z.B. die Ehe der Eltern.

Euch da draußen, die Ihr vielleicht gerade überlegt, ob Ihr Euch bei einem Problem, das Ihr gerade erlebt, helfen lassen solltet, möchte ich sagen: „Sucht Euch einen guten Arzt, Psychologen, Therapeuten oder Coach, der Euch beim Vorankommen behilflich ist!“ – Wenn Ihr auf der Suche nach kostenlosen Hypnose-CDs zum Download seid, dann könnt Ihr Euch ja die folgenden CDs kostenlos herunterladen:

Viel Spass beim Vorankommen,
Doc Ramadani


Podcast 013: Wenn Geschichten heilen – Doc Ramadanis Podcast Nr. 13

Podcast 013: Im Gespräch über therapeutisches Erzählen mit dem Therapeuten und Theologen Stefan Hammel

Geschichten erzählen gehört wohl zu den ältesten therapeutischen Handlungen der Menschheit. Geschichten sind genauso alt, wie die Menschheit. Doch auch heute bieten Geschichten in der Therapie bei seelischen aber auch körperlichen Fragestellungen vielfache Möglichkeiten zur Linderung oder Lösung von Problemen.

In Podcast Nr. 13 spreche ich meinem Kollegen, Therapeuten, Buchautor und Theologen Stefan Hammel über die Kunst des therapeutischen Erzählens.  Warum haben Geschichten für uns Menschen eine so besondere Anziehungskraft? Wie wirken Sie? Wie kann man therapeutische Geschichten selbst erfinden? Was macht gute Geschichten aus? Und wie findet ein Theologe den Weg zum Therapeuten? Und welche Rolle spielen dabei Geschichten? Antworten auf diese Fragen findet Ihr in Doc Ramadanis Podcast Nr. 13.

 

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 013: Wenn Geschichten heilen (926 Downloads)

Wer sich direkt mit Stefan Hammel in Verbindung setzen möchte, erreicht ihn unter folgenden Koordinaten:

Stefan Hammel
Institut für Hypno-Systemische Beratung
Kieferberg 25
67659 Kaiserslautern
Telefon: 0631-3702093
Telefax: 0631-3702094
eMail: stefan.hammel@hsb-westpfalz.de
http://www.stefanhammel.de

Allen Menschen in therapeutischen oder beratenden Kontexten möchte ich folgendes Buch von Stefan Hammel empfehlen, das Euch ein Eldorado an Geschichten und Techniken eröffnet:

Viel Spass beim Geschichten erzählen,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.


Medikamente wirken nur bei schweren Depressionen

Wieder einmal wurde es gezeigt: Antidepressiva wirken nur bei schweren Depressionen. Zu diesem Ergebnis kommt das US-amerikanischer Forscherteam um Jay Fournier von der Universität von Pennsylvania haben in einer Meta-Analyse(eine Untersuchung, in der mehrere Studien zusammengefasst werden) für das amerikanische Ärzteblatt.

Jay Fournier und seine KollegInnen haben in Ihrer Meta-Analyse den Krankheitsverlauf von 718 Patienten aus 6,  so genannten „randomisierten“ Studien untersucht. Getestet wurde in diesen Studien, inwieweit Medikamente den Verlauf einer Depression verbessern – und das im Vergleich zu einem Scheinpräparat (Placebo)! Die Studien hat Fournier unter anderem aufgrund ihrer heterogenen Zusammensetzung gewählt. Der Schweregrad wurde in den Studien mit einer psychologischen Skala (Hamilton Rating Scale for Depression, HDRS) bestimmt. 71% der Patienten, die sich in Amerika wegen einer Depression an einen Psychiater wenden, haben einen HDRS von unter 22 und dürften von Ihren Psychiatern ein Antidepressivum verschrieben bekommen.

Die Ergebnisse der Meta-Analyse sind sehr interessant:

  • Mit Schweregrad der Depression stieg auch die Wirksamkeit der medikamentösen Behandlung.
  • Die Wirksamkeit stieg bei den Patienten in beiden Gruppen, d.h. je schwerer die Depression desto besser auch die Wirkung des Placebos, wobei die Wirksamkeitskurve nur ganz gering unter der Kurve der Antidepressiva lag.
  • Eine Verbesserung um 3 Punkte auf der HDRS, ein Kriterium das von britischen National Institute for Clinical Excellence für den Wirksamkeitsnachweis verlangt wird, wurde erst ab 25 Punkten auf der HDRS erreicht. Ab 25 Punkten spricht man allerdings bereits von einer schweren Major-Depression.

Über diese Studie berichtete auch das Deutsche Ärzteblatt in einem Beitrag vom 06.01.2010. Besonders interessant finde ich auf dieser Seite den Kommentar eines Kollegen, der durchaus für Niedrigdosierungen von Antidepressiva in passenden Fällen pladiert, um den Patienten den Nutzen des Placebo-Effektes zu ermöglichen. Dies finde ich sehr lobenswert und pragmatisch. Für mich persönlich ist diese Art der Verordnung jedoch nicht passend – ich erkläre meinen Klienten den Zusammenhang ganz wissenschaftlich und überlege mit Ihnen zusammen, was sie stattdessen tun können, um sich ihr eigenes Placebo zu geben.

Herzliche Grüße,
Doc Ramadani