Und es gibt sie doch … pädagogisch wertvolle Unterhaltung für Kinder

Sehr oft erinnere ich mich gerne wehmütig an Fernsehserien wie „Pan Tau“, „Luzie, der Schrecken der Straße“ sowie „Die Besucher“, allesamt tschechische Kinderserien, die ich als Kind geliebt habe.

Oft habe ich mir gewünscht, dass meine Kinder ähnlich pädagogisch wertvolle Angebote unter der Vielzahl von Animationsfilmen und neuzeitlichen Fernsehformaten finden könnten. Und doch … selbst in den heutigen Zeiten, in denen technisch fast alles machbar ist, gibt es pädagogisch wertvolle Angebote:

 

In der Kleinstadt Thneedville leben die Bewohner ein sorgen- und vor allem keimfreies Leben. Die frische Luft der Stadt kommt allerdings abgezapft aus der Flasche, denn echte Bäume gibt es schon lange nicht mehr. Dabei braucht der Junge Ted gerade dringend einen Baum, um seiner angebeteten Nachbarin Audrey zu imponieren. Teds Großmutter Norma erzählt ihm, dass der sagenumwobene „Once’ler“ etwas über die Bäume und deren Verbleib wisse. Also macht sich Ted auf, um den „Once’ler“ draussen vor der Stadt zu finden – der erzählt Ted die Geschichte, wie es dazu kam, dass es keine Bäume mehr gibt und warum er, der „Once‘ler“ Schuld daran sei. Doch Ted ist nur daran interessiert, wie er seiner angebeteten Audrey einen echten Baum besorgen kann.

Viel Spass beim Unterhalten lassen,
Doc Ramadani


Der Wunschzettel eines Kindes

Die liebe Monika hat mir eine nette eMail geschickt. Mit ihrer eMail hat sie mir den Wunschzettel eines Kindes beigefügt, den ich Euch nicht vorenthalten möchte:

  • Verwöhne mich nicht ! Ich weiß, daß ich nicht alles bekommen kann, wonach ich frage. Ich will Dich doch nur auf die Probe stellen.
  • Schimpf nicht mit mir im Beisein anderer Leute! Ich werde Deinen Worten viel mehr Beachtung schenken, wenn Du mit mir unter vier Augen sprichst und mich nicht öffentlich blamierst.
  • Sei nicht ängstlich mit mir und schenke meinen kleinen Launen nicht zuviel Aufmerksamkeit. Sie verschaffen mir nur manchmal die Zuwendung, die ich brauche.
  • Sei nicht geschockt, wenn ich sage: Ich hasse Dich! Ich hasse nicht Dich, sondern Deine Macht.
  • Bewahre mich nicht vor den Folgen meines Handelns! Ich muß mal peinliche Erfahrungen machen.
  • Nörgele nicht! Wenn Du das tust, schütze ich mich, indem ich mich taub stelle.
  • Mache keine raschen Versprechungen! Bedenke, dass ich mich schrecklich in Stich gelassen fühle, wenn die Versprechungen nicht eingehalten werden.
  • Sei nicht inkonsequent! Das macht mich völlig unsicher und lässt mich mein Vertrauen zu dir verlieren.
  • Hör mir zu, wenn ich Fragen stelle! Wenn Du mir nicht zuhörst, holle ich mir die Antworten von Anderen.
  • Sag nicht, meine Ängste wären albern! Sie sind erschreckend echt. Aber Du kannst mich beruhigen, wenn Du versuchst, sie zu verstehen.
  • Versuche nicht, immer so zu tun, als seist Du perfekt und unfehlbar! Der Schock ist für mich zu gross, wenn ich herausfinde, dass Du es doch nicht bist.
  • Denke nicht, dass es unter Deiner Würde sei, Dich bei mir zu entschuldigen! Eine ehrliche Entschuldigung erweckt in mir ein überraschendes Gefühl der Zuneigung.
  • Vergiss nicht, ich liebe Experimente! Ich kann ohne sie nicht gross werden. Bitte halt’s aus.
  • Vergiss nicht, wie schnell ich aufwachse! Es muss für Dich sehr schwer sein, mit mir Schritt zu halten – aber bitte versuche es.

Viel Spass beim Wünsche-erfüllen,
Doc Ramadani