Im virtuellen Hörsaal von den Größen lernen

Bernd Ulrich (links) vom Auditorium-Netzwerk

Bernd Ulrich (links) vom Auditorium-Netzwerk

Immer wieder fragen mich Interessierte, Hospitanten und Studenten, wo man denn etwas über die Konzepte lernen kann, nach denen ich arbeite. Generell empfehle ich Interessierten, die über die entsprechenden Voraussetzungen verfügen eine systematische Ausbildung bei den großen Fachgesellschaften, wie der Milton-Erickson-Gesellschaft (MEG) oder der deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH). Wer ein besonders modernes Bild von Hypnotherapie vermittelt bekommen möchte, dem würde ich hier beispielsweise das Ausbildungsangebot des Milton-Erickson-Instituts in Heidelberg ans Herz legen.

Wer nicht den Zugang zum Ausbildungsprogramm der großen Fachgesellschaften hat oder sich darüber hinaus weiterbilden möchte, kann den phantastischen Service des Auditorium Netzwerks nutzen. Unter dem Auditorium-Netzwerk verlegt Bernd Ulrich seit mehr als 18 Jahren Aufzeichnungen aus Hörsälen, von Fortbildungskursen und Kongressen. Am Anfang von Auditorium Netzwerk stand die Erfahrung, dass die Vermittlung von Wissen über das Ohr anders als über das Auge sein würde: intensiver, persönlicher, intimer. Über die Jahre ist eine immense Sammlung an wirklich beeindruckenden Mitschnitten entstanden. Wer möchte, kann sich im heimischen, virtuellen Hörsaal von vielen Größen der lösungsorientierten, hypnotherapeutischen, hypnosystemischen und systemischen Konzepte inspirieren lassen. Doch auch aus anderen therapeutischen Schulen finden sich echte Schmuckstücke im Programm des Auditorium Netzwerks, dass durch Beiträge zu spirituellen Themen und vielen anderen Fragen des Lebens (Familie, Partnerschaft, Erziehung) abgerundet wird.

Wer mich nach einigen Empfehlungen fragen würde, dem könnte ich folgende Titel des Auditorium Netzwerks nennen, die jedem zu einem unschlagbaren Preis Zugang zu erweiternden Sichtweisen ermöglichen:

Gunther Schmidt, Einführung in die Ericksonsche Hypnotherapie, Komplett-Set: Ein komplettes Ausbildungs-Curriculum des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg mit Gunther Schmidt auf 42 CDs.

„Das Duo“ (Bernhard Trenkle & Gunther Schmidt), Hypnotherapie als Gesamtkunstwerk: Geballte hypnotherapeutische Angebote von Bernhard Trenkle und Gunther Schmidt auf 17 CDs.

Gunther Schmidt, Systemische und hypnotherapeutische Konzepte für Organisationsberatung, Coaching & Persönlichkeitsentwicklung: Komplettes Ausbildungsserminar mit Gunther Schmidt auf 75 CDs.

Steve de Shazer & Insoo Kim Berg, Kurzzeittherapie – Von Problemen zu Lösungen: Knapp 6-stündiger Workshop-Mitschnitt zur Einführung in die lösungsorienterte Kurzzeittherapie.

Dirk Revenstorf, Interventionsmethoden in der Psychotherapie: Knapp 15-stündiger Mitschnitt der Vorlesung an der Universität Tübingen aus dem Jahr 1999.

Doch auch viele andere meiner Ausbilder, die mich sehr geprägt haben und denen ich eine umfassende Erweiterung meines Verständnisses von Hypnotherapie zu verdanken habe, sind mit tollen Workshops im Auditorium Netzwerk vertreten: Ortwin MeissPaul Janouch, Walter Bongartz, Jeffrey K. Zeig, Stephen Gilligan, Roland Kachler, Philip J. Zindel und viele mehr.

Ich bin der Meinung, dass diese Mitschnitte eine persönliche Ausbildung nicht ersetzen können, da im Rahmen einer persönlichen Ausbildung viele eigene Fragen und Übungen eine wichtige Rolle spielen, aber diese Mitschnitte bieten eine wunderbare Möglichkeit, sich auch im heimischen Hörsaal inspirieren zu lassen. Außerdem kann man damit auch in den Genuss von Vorträgen oder Workshops kommen, die man beispielsweise aus terminlichen Gründen nicht genießen konnte. Schließlich schaffe es selbst ich nicht, jede Woche auf Weiterbildung zu sein.

Viel Spass beim im-eigenen-Hörsaal-weiterbilden-lassen,
Doc Ramadani


Ab und zu einmal ein neues Placebo

Im Blog von Hanspeter Ricklin habe ich einen tollen Beitrag gefunden. Er berichtet darin über ein Youtube-Video von Dan Ariely, dem Autor des lesenswerten Buches „Denken hilft zwar, nützt aber nichts“.

 
Mein Freund Stefan Hammel hat dazu einmal folgende Geschichte erfunden:

„Immer, wenn ich einen Vortrag halte“, hat neulich ein Mann zu mir gesagt, „habe ich solches Lampenfieber. Mein Blutdruck geht in die Höhe, ich bekomme Herzklopfen und atme gepresst und schnell. Meine Frau hat mir dieses Blutdruck senkende Mittel gegeben. Seitdem ist es besser geworden.“ „Ich möchte Ihnen ein Geheimnis verraten“, habe ich geantwortet. „Immer, wenn Sie das Mittel einnehmen, weiß Ihr Körper schon, dass er den Blutdruck senken wird. Er weiß genau, was er auf die Tablette hin zu tun hat. Er weiß es so genau, dass er den Blutdruck auch senken wird, wenn Sie die Tablette einfach nur einstecken.”

“Hat funktioniert”, berichtete der Mann beim nächsten Treffen.

Viel Spass beim Placebo-therapieren,
Doc Ramadani