Podcast 032: Wann ist ein Mann ein Mann? – Doc Ramadanis Podcast Nr. 32

Dipl.-Psych. Christoph Schubert & Dr. Marco Ramadani

In Podcast Nr. 32 unterhalte ich mich mit meinem Kollegen Christoph Schubert über die Themen Mann-werden und Mann-sein. Ein interessanter Podcast nicht nur für Männer.

Immer wieder begegnen mir in meiner Praxis Themen, die mich in zweifacher Hinsicht betreffen: Kind- und Eltern-sein, Opfer- und Täter-sein, … Und oft ist es gut, beide Seiten kennen gelernt zu haben. Auch bei einem anderen Thema ist es gut, dass ich in zweifacher Hinsicht Einblicke bekomme, nämlich beim Thema Mann-sein.

In Podcast Nr. 32, dem ich den Titel „Wann ist ein Mann ein Mann?“ gegeben habe, unterhalte ich mich mit meinem geschätzten Kollegen, Dipl.-Psych. Christoph Schubert, genau über dieses Thema. Christoph wie ich begleiten tagtäglich Männer, die sich mit dem Thema beschäftigen. Und dabei kommen wir natürlich auch immer in Kontakt mit unseren eigenen Entwicklungsmöglichkeiten. Was liegt also näher als uns im Vieraugengespräch einmal über das Thema „Mann-sein“ zu unterhalten und uns über unsere gegenseitigen Erfahrungen auszutauschen. Und der Internetgemeinde bieten wir an, sich im geschützen Raum der Anonymität des Internets ein eigenes Bild zu machen.

Persönlich habe ich wieder unheimlich vom Austausch mit Christoph profitiert und fühle mich durch die Erfahrungen von Christoph sehr bereichert. Aber macht Euch selbst ein Bild.

Hier könnt Ihr Euch den Podcast direkt anhören:

Wer sich die MP3-Datei lieber herunterladen möchte, kann den folgenden Link benutzen:
Podcast 032: Wann ist ein Mann ein Mann? (485 Downloads)

Wer die Begleitung von Christoph Schubert persönlich in Anspruch nehmen und mit ihm persönlich in Kontakt treten möchte, findet alle Informationen auf seiner Homepage oder kann Christoph Schubert unter folgenden Kontaktdaten erreichen:

Christoph Schubert
Sandstr. 2
89231 Neu-Ulm
Tel: 0731-9458826
http://www.psycho-praxis-ulm.de

Viel Spass beim Mann-werden und Mann-sein,
Doc Ramadani

PS.: Alle Podcasts zum Download als MP3-Dateien findet man hier.


Von Männern und vom Baggern

Ab und zu darf ich in meiner Praxis auch immer wieder Männer begleiten, die sich wünschen, leichter Kontakt zu Angehörigen des anderen Geschlechts, so genannten „Frauen“, zu bekommen. Im Laufe der Begleitung empfehle ich Ratsuchenden dann ab und an gerne das Buch „Die perfekte Masche“ von Neil Strauss – ein aberwitziges und zugleich hilfreiches Buch, wie ich finde.

Die perfekte Masche: Bekenntnisse eines Aufreißers

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3.8 von 5 Sternen (138 customer reviews)

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Neil Strauss ist Journalist und ein so genannter „EFL“ – ein „ewig frustrierter Loser“, wie er sich selbst bald nach dem Beitritt in eine Online-Außreisser-Community bezeichnet. Auf Wunsch seines Chef-Redaktuers bei der New York Times macht er sich in eine Subkultur der besonderen Art auf. Neil Strauss taucht ein in eine Welt von Männern, denen es scheinbar nur darum geht, die beste Technik, die beste Mache und die besten Tricks zu entwickeln, um eine Frau möglichst schnell dazu zu bringen, Sex mit Ihnen zu haben.

Bei seinen Recherchen stößt Neil Strauss schnell auf seine eigenen Blockaden und beschließt eines Tages, sein Leben nicht länger als EFL zu fristen, der schon mehrfach fast an der DOK-Krankheit („Die-oder-keine-Krankheit““ zugrunde gegangen wäre. Er beschließt, Teil der Community zu werden und aus dem Journalisten Neil Strauss wird „Style“, der Profi-Aufreißer – und „Style“ sollte erfolgreicher werden, als alle anderen Aufreißer zuvor. Er macht sich auf den Weg. Den Weg, der ihn über Workshops, Seminare, Aufreißertouren und etliche Frauen dorthin führt, wo er begann: zu sich selbst – aber um einige Erfahrungen reicher.

Neil Strauss, alias „Style“, hat mit seinem aberwitzigen und erstaunlichen Buch eine beeindruckende Mischung aus Ratgeber und Roman erschaffen, die mich nicht mehr losgelassen hat. Anfangs beschreibt er sehr detailliert, wie er Zugang zur Aufreißer-Community bekommt und in Workshops mehr und mehr lernt, seine eigenen Hemmungen zu überwinden. Er bekommt Kontakt zu den vermeintlichen Größen der Szene und beschließt, etwas von Ihnen zu lernen. Er lernt Sprüche auswendig, übt Techniken ein und lernt sogar Zaubertricks … und er hat Erfolg. „Style“ entwickelt sich zum Profi-Aufreißer und wird nach und nach zu einem der Führer der Community. Die „Jünger“ reißen sich um ihn. Er wird einer der gefragtesten Aufriss-Lehrer und unterstützt andere Aufriss-Lehrer bei ihren Workshops.

Im Verlauf seiner Beschreibungen versteht es Neil Strauss, sehr differenzierte Persönlichkeitsprofile seiner vermeintlichen Mitstreiter zu zeichnen. Mehr und mehr wird aus dem Ratgeber ein vielschichtiger Hochgeschwindigkeitsroman, in dessen Verlauf sich die Wege von Style und seinen Mitstreiter mehrfach kreuzen und vereinen: Style findet sich bald in einer Aufreißer-WG in Los Angeles wieder, in der es nicht nur heiter zugeht. Ein ums andere Mal geraten die aufreißenden „Alpha-Männchen“ an ihre Grenzen. Immer wieder ertappt man sich beim Lesen dabei, Mitleid mit Styles Wegbegleitern (insbesondere seinem ersten Mentor: Mystery) zu bekommen, wenn man erfährt, wie diese in ihre ganz persönlichen Krisen schlittern.

Warum ich dieses Buch so gerne empfehle? – Es ist Ratgeber und Roman zugleich und Neil Strauss schafft es, auf sehr einfühlsame Art und Weise darzustellen, wo die eigenen Blockaden stecken, die bisher vielleicht verhindert haben, dass man unbefangen Kontakt zum anderen Geschlecht aufnehmen kann. Dass letztlich aber alle Techniken und Tricks versagen wenn wahre Gefühle ins Spiel kommen, erfährt Neil Strauss schließlich am eigenen Leib, als er sich in die Gitarristin Lisa verliebt. Nur wer bereit ist, sich so zu zeigen, wie er ist, kann schlussendlich erfahren, wie es ist, wirklich geliebt zu werden – mit allen Stärken und Schwächen.

Viel Spass beim Sich-zeigen,
Doc Ramadani


Gelesen: Gerald Hüther, Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn

Männer - Das schwache Geschlecht und sein Gehirn

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4.4 von 5 Sternen (28 customer reviews)

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Die Themen Mannwerden und Mannsein beschäftigen mich beruflich fast täglich – natürlich aber auch persönlich. Schließlich gehöre ich auch zu dem Geschlecht, das sich in genau 20 Genen von den Frauen unterscheidet. Und da es nicht unbedingt leicht ist, in diesen Zeiten seine Rolle als Mann zu finden, empfiehlt es sich, sich hier und da Tipps von erfahrenen Männern zu holen und deren Bücher zu lesen. Diesmal habe ich mir von Gerald Hüther, dessen Vorträge mich schon immer sehr begeistert haben, durch sein Buch „Männer – Das schwache Geschlecht und sein Gehirn“ einiges erklären lassen.

Als Neurobiologe und Hirnforscher erklärt uns Prof. Dr. Gerald Hüther, warum das männliche Geschlecht überhaupt notwendig wurde und sich die ungeschlechtliche Fortpflanzung in der Natur nicht als alleiniger Weg zur Vermehrung durchgesetzt hat. Sehr anschaulich schildert er dabei, welchen Vorteil es für die Natur hatte, das männliche Geschlecht zu entwickeln. Es geht also darum, warum es uns Männer überhaupt gibt. Im folgenden erklärt und Gerald Hüther dann, wozu wir da sind. Warum wir einerseits entbehrlich sind, aber andererseits auch dringend gebraucht werden. Weiter geht es darum, was bei Männern anders ist und warum wir so werden, wie wir sind. Immer wieder erläutert uns Prof. Hüther hierbei, wie sich dies mit der Entwicklung und Funktion unseres „männlichen“ Gehirns erklären lässt.

Wundervoll anschaulich und mit interessanten Beispielen zeigt Gerald Hüther uns Männern, was uns so besonders anders macht und welche Aufgaben die Natur für uns vorgesehen hat. Vieles lässt sich dadurch besser verstehen. Fast versöhnlich, dass es einfach in der uns zugedachten Funktion begründet ist, dass wir einerseits um Liebe und Anerkennung kämpfen und andererseits ständig an unsere Grenzen gehen, diese teilweise sogar überschreiten und die Autonomie suchen – und das es weder allein unsere genetischen Anlagen, noch allein die soziokulturellen Faktoren sind, die uns zu dem machen, was wir sind – eben Männer. Ausgestattet mit diesem Wissen nimmt uns Gerald Hüther mit auf eine Zeitreise durch ein Männerleben und erläutert uns, wie sich diese Erkenntnisse in den 12 Entwicklungsstufen eines Mannes nutzen lassen, um zu einem ausgewachsenen und erwachsenen Mann zu werden.

Fazit: Gerald Hüther hat ein sehr interessantes und zugleich lehrreiches Buch über Männer geschrieben. Ein Buch, das für Männer und Frauen gleichermaßen lesenswert ist, auch wenn oder gerade weil sie so unterschiedlich sind. Sein vielfältiges Wissen über die Neurobiologie kombiniert er auf leicht verständliche und oft erheiternde Art und Weise mit philosophischen Fragen rund ums Mannsein. Nach der Lektüre des Buches fühle ich mich fast ein wenig versöhnt mit mir und meinem Dasein als Mann.

Viel Spass beim Mannsein,
Doc Ramadani